Mehr als die Hälfte der Deutschen ist mit dem Ausgang der Bundestagswahl zufrieden. Dem neuen ZDF-"Politbarometer" zufolge gaben dies 53 Prozent der Befragten an. Dagegen zeigten sich 40 Prozent eher unzufrieden.
53 Prozent der Deutschen mit Ausgang der Bundestagswahl zufrieden
Die geplante Koalition aus Union und FDP finden den Angaben vom Freitag zufolge 46 Prozent der Bürger gut und 33 Prozent schlecht. Für 17 Prozent ist dies egal, 4 Prozent antworteten mit "weiß nicht."
Nur 34 Prozent der Bürger rechnen damit, dass eine schwarz-gelbe Bundesregierung die anstehenden Probleme ganz allgemein besser löst als die bisherige große Koalition. Eine Mehrheit von 54 Prozent erwartet keine wesentliche Veränderung - und 10 Prozent glauben, dass eine Regierung aus Union und FDP die Probleme eher schlechter lösen wird. Die größten Hoffnungen liegen im Themenfeld "Wirtschaftskrise."
Die "politische Stimmungslage" ist kurz nach der Bundestagswahl im Vergleich zum Wahlergebnis wenig verändert: Die Union kommt auf 36 Prozent und die SPD auf 22 Prozent. Die FDP liegt bei 14 Prozent und die Linke bei 13 Prozent, die Grünen erreichen 11 Prozent.
Wenn bereits am nächsten Sonntag erneut gewählt würde, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Auswirken würde sich das jedoch diesmal nur bei der Union, die bei der "Projektion" auf 35 statt auf 36 Prozent kommt.
Jeder dritte Bundesbürger rechnet mit Einschnitten im Sozialbereich unter der geplanten schwarz-gelben Koalition. Dem neuen ZDF-"Politbarometer" zufolge erwarten lediglich neun Prozent eine stärkere "soziale Absicherung." 51 Prozent gehen von einem unveränderten Maß aus, 36 Prozent rechnen mit Abstrichen.
Dass es jetzt nach dem Regierungswechsel zu Steuererleichterungen für Arbeitnehmer kommen wird, glauben den Angaben vom Freitag zufolge 29 Prozent der Bürger. Dagegen erwartet eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent dies nicht.
Für das ZDF-"Politbarometer" hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom Dienstag bis zum Donnerstag 1326 Wahlberechtigte befragt.