Gesellschaft für Konsumforschung Konsumfreude der Verbraucher steigt weiter

Die Konsumfreude der Verbraucher steigt auch im Spätsommer weiter. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen, als auch die Anschaffungsneigung haben sich verbessert, teilt das Marktforschungsinstitut GfK mit.

Konsumfreude der Verbraucher steigt weiter

Der alle drei Komponenten umfassende Konsumklimaindex für den Monat September stieg auf 3,7 von 3,4 Punkten im August. Im langfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch weiter auf einem relativ niedrigen Niveau.

Als Gründe für die Verbesserung verwiesen die Wissenschaftler auf die jüngsten Meldungen verschiedener Institute, wonach die Talfahrt der deutschen Wirtschaft gestoppt scheine. Der Konjunkturpessimismus verringere sich. Zudem tendiere die Inflation gegen null, wodurch den Verbrauchern mehr Geld im Portemonnaie bleibt. Der Arbeitsmarkt sei außerdem in der Wirtschaftskrise verhältnismäßig stabil geblieben.

Ob dieser positive Trend auch künftig anhält, hängt laut GfK davon ab, inwieweit sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres eintrübt. Ein starker Anstieg der Erwerbslosigkeit würde sicherlich auch das Konsumklima belasten.

Besonders angetrieben hat die Konsumausgaben die Abwrackprämie. Sie stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten sechs Monaten binnen Jahresfrist leicht um 0,1 Prozent. Ohne Abwrackprämie hätte sich der private Konsum dagegen um 1,0 Prozent verringert. Insgesamt gaben die Deutschen im ersten Halbjahr rund 36 Milliarden Euro für den Pkw-Kauf aus. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ist das eine Steigerung um 23 Prozent.

Der ADAC berichtet, dass unmittelbar vor dem sich abzeichnenden Ende der Abwrackprämie der Ansturm auf den Fördertopf noch einmal deutlich zugenommen habe. Seit Wochenbeginn seien beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) über 42.000 Reservierungen eingegangen. Noch zu Monatsbeginn habe die Antragszahl bei wöchentlich nur rund 37.000 gelegen. Bleibe der Ansturm konstant, sei die von der Bundesregierung insgesamt zur Verfügung gestellte Summe von fünf Milliarden Euro in rund zehn Tagen aufgebraucht.

pc/ddp