Statistisches Bundesamt Jahresteuerung fällt im Juli erstmals seit 1987 wieder

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat erstmals seit 1987 wieder gefallen. Besonders die fallenden Energie- und Lebensmittelpreise sind dafür verantwortlich.

Jahresteuerung fällt im Juli erstmals seit 1987 wieder

Laut dem Statistischen Bundesamt sank die Jahresteuerung von 0,1 Prozent im Juni auf minus 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Juni ergab sich ein Rückgang der Preise um 0,1 Prozent. "Eine negative Teuerungsrate wurde in Deutschland zuletzt im März 1987 mit minus 0,3 Prozent gemessen", erklärte die Behörde. Zwischen April 1986 und April 1987 habe die Inflationsrate dabei ständig zwischen 0 und minus 1,0 Prozent gelegen.

Energie- und Lebensmittelpreise purzeln

Genau wie damals liege der Grund dafür in einem starken Rückgang der Preise von Heizöl und Kraftstoffen gegenüber dem Vorjahr. Zwischen Juni und Juli 2009 sanken die Preise für Kraftstoffe je nach Bundesland um 3,6 bis 5,5 Prozent. Zugleich fielen die Heizölpreise um 2,1 bis 8,1 Prozent.

Auch die Preise von Nahrungsmitteln gingen gegenüber dem Vormonat saisonbedingt wieder um 0,8 bis 1,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum Juli 2008 waren Nahrungsmittel um 1,2 Prozent bis 3,3 Prozent billiger.

Binnen Jahresfrist ergaben sich weiterhin spürbare Preisrückgänge insbesondere bei Molkereiprodukten von 9,1 Prozent. Deutlich billiger als vor einem Jahr war auch Gemüse mit − 5,9 Prozent. Teurer wurden gegenüber Juni 2008 dagegen Fisch und Fischwaren mit + 3,5 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren mit + 2,9 Prozent. Bei den Süßwaren (+ 2,4 Prozent) fällt besonders der Preisanstieg für Bienenhonig auf (+ 20,1 Prozent).

ddp/destatis