Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Signale für konjunkturelle Bodenbildung verdichten sich

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht eine leicht bessere Entwicklung im zweiten Quartal 2009 als zunächst prognostiziert. "Demnach ist das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent geschrumpft", heißt es im neuen Konjunkturbarometer.

Signale für konjunkturelle Bodenbildung verdichten sich

Im vergangenen Monat hatte das DIW noch einen BIP-Rückgang von 0,8 Prozent im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal erwartet. Im ersten Quartal war das deutsche BIP um 3,8 Prozent geschrumpft. "Die Signale für eine Bodenbildung nach dem beispiellosen Absturz um die Jahreswende verdichten sich", erklärte der DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths. Allerdings genüge eine Stabilisierung allein bei Weitem nicht, um eine massive Verschlechterung der Beschäftigungsentwicklung aufzuhalten. Ohne eine kräftige Erholung der Auftragslage in der zweiten Jahreshälfte werde es zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen, warnte Kooths.

Die leichte Verbesserung der Voraussage für das zweite Quartal sei vor allem auf einen weniger kräftigen Rückgang der Aktivität im verarbeitenden Gewerbe (ohne Bauwirtschaft) zurückzuführen. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe wird laut DIW-Prognose im zweiten Quartal um 2,0 Prozent zurückgehen. Zuvor hatte das DIW einen Rückgang von 2,8 Prozent erwartet. Besonders bei den Herstellern von Investitionsgütern sei die Lage zuletzt stabiler gewesen. Die Bautätigkeit dürfte im zweiten Quartal mit einem Anstieg um 0,9 Prozent noch etwas kräftiger steigen als bislang mit einem Plus von 0,6 Prozent veranschlagt.

ddp