Einstieg bei Opel Fiat will nicht alle Werke erhalten

Der italienische Autokonzern Fiat will bei einem Einstieg beim angeschlagenen Autobauer Opel offenbar nicht alle Werke erhalten.

"Das Konzept sieht die eine oder andere Schließung in Europa vor", sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Foto: ddp

Fiat will nicht alle Werke erhalten

Das Konzept sehe "die eine oder andere Schließung in Europa" vor, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach einem Gespräch mit Fiat-Chef Sergio Marchionne. Es sollten alle Endmontagewerke erhalten bleiben. Das sind in Deutschland Rüsselsheim, Bochum und Eisenach. Das Komponentenwerk Kaiserslautern mit seinen 3300 Mitarbeitern könne von den Plänen allerdings "negativ betroffen" sein.

Dem vorgestellten Konzept zufolge könnte Fiat zum größten europäischen Autohersteller und "zur globalen Nummer 2" werden, erläuterte Guttenberg weiter. Dabei soll die Marke Opel erhalten bleiben. Weiter habe Fiat betont, nicht mit eigenen Schulden bei Opel einsteigen zu wollen. Der finanzielle Überbrückungsbedarf, der nach Schätzungen von Fiat europaweit auf fünf Milliarden bis sieben Milliarden Euro veranschlagt werde, würde sich aus den Schulden und Pensionsverbindlichkeiten der Opel-Mutter General Motors ergeben. Der Staat stehe dann gegebenenfalls mit Bürgschaften bereit.

"Ich habe diesen Plan entgegengenommen und er wird einer entsprechenden Bewertung unterzogen werden", sagte zu Guttenberg. Das Konzept sei "interessant", es bringe ihn aber nicht dazu zu sagen, "so machen wir das". Allerdings erwarte er jetzt zügige Entscheidungen. Auch in Detroit beim Mutterkonzern General Motors müsse ein "Grundentscheid" fallen, wie man sich die Zukunft vorstelle.

ddp