Wirtschaftskrise Kurzarbeitergeld wird auf 24 Monate verlängert

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat sich mit den Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften auf eine Verlängerung des Kurzbarbeitergeldes verständigt. Es wird künftig für 24 statt für 18 Monate gezahlt.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Foto: ddp

Kurzarbeitergeld wird auf 24 Monate verlängert

Scholz bestätigte die Einigung nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, und DGB-Chef Michael Sommer in Berlin.

Nach sechs Monaten übernehme die Bundesagentur für Arbeit die Sozialversicherungsbeiträge vollständig. Hundt begrüßte die Einigung und sagte, das Kurzarbeitergeld sei "ein wichtiger und wesentlicher Beitrag, dass Unternehmen ihre Arbeitnehmer während der Krise an Bord halten".

Sommer bewertete die Einigung ebenfalls positiv: "Wir verlängern, stärken und schärfen damit das Instrument der Kurzarbeit." Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sieht in der Einführung der Kurzarbeit bei vielen Unternehmen sogar den maßgeblichen Grund dafür, dass die Arbeitslosigkeit bisher noch nicht stärker gestiegen ist. "Wir müssen in der Krisenlage zwar zur Kenntnis nehmen, dass die Frühjahrsbelebung ausgeblieben ist, wir haben es aber hinbekommen, dass weniger Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren haben als prognostiziert."

"Die Kurzarbeit hat jetzt schon einige Hunderttausend Arbeitsplätze gerettet", sagte der Minister. Deutschland habe damit "auf das richtige Pferd gesetzt". Er wünsche sich, dass noch mehr Unternehmen vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch machten, "damit niemand wegen der Produktionsausfälle und der Rückgänge in der Nachfrage seinen Arbeitsplatz verliert". Trotzdem sehe Scholz noch nicht das "Licht am Ende des Tunnels", da die Wirtschaftskrise weltweit unvermindert anhalte. Es lägen "noch schwierige Monate am Arbeitsmarkt vor uns".

ddp