Bankenverband Erste vorsichtige Hoffnungszeichen für Konjunktur

Der Bundesverband deutscher Banken macht zwar erste vorsichtige Hoffnungszeichen für eine wirtschaftliche Erholung aus, rechnet dennoch frühestens für das zweite Halbjahr 2009 mit einer Stabilisierung des Bruttoinlandsproduktes.

Erste vorsichtige Hoffnungszeichen für Konjunktur

Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht des Bankenverbandes (BdB) für den Monat April hervor. Es gebe Anhaltspunkte dafür, "dass die deutsche Wirtschaft die stärksten Einbrüche der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Winter 2008/2009 erlebt haben könnte", erklärte Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes. Im zweiten Quartal werde die gesamtwirtschaftliche Leistung zwar erneut sinken, allerdings nicht mehr so heftig wie in den beiden vorangegangenen Vierteljahren. "Der Beginn einer wirtschaftlichen Erholung ist zurzeit noch völlig offen", erklärte Weber.

Der Bankenverband rechnet wegen der ungünstigen Konjunkturdaten zum Jahresbeginn für das gesamte erste Quartal 2009 mit einem BIP-Rückgang, der mindestens in der Größenordnung des wirtschaftlichen Einbruchs im vierten Quartal des vergangenen Jahres von saisonbereinigt minus 2,1 Prozent liegt.

Die deutsche Wirtschaft sei schlechter als erwartet in das neue Jahr gestartet. "Die Abwärtsrisiken der vom Bankenverband Anfang März veröffentlichten Wirtschaftsprognose für das laufende Jahr von minus 3,5 Prozent haben daher erheblich zugenommen", heißt es im BdB-Konjunkturbericht. Der BdB will jedoch erst die Daten zur BIP-Entwicklung im ersten Quartal abwarten, ehe er seine Prognose überarbeitet.

ddp