Monatsbericht Wirtschaftsministerium erwartet leichte Belebung

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht erste Anzeichen für eine Verbesserung der deutschen Wirtschaftslage im späteren Jahresverlauf. Indikatoren deuteten zwar darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal des laufenden Jahres weiter zurückgehen könnte, aber die Konjunkturpakete "entfalten erste Wirkungen".

Wirtschaftsministerium erwartet leichte Belebung

Die deutschen Exporte sind dem Monatsbericht des Ministeriums zufolge im ersten Quartal eingebrochen. Die Perspektiven für den Außenhandel blieben aufgrund der Weltwirtschaftskrise "äußerst gedrückt". Die rückläufigen Exportzahlen belasteten zudem die Binnenwirtschaft, insbesondere die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Daher sei besonders die Industrieproduktion zurückgefahren worden.

Jedoch gibt es dem BMWi zufolge inzwischen "verhaltene Signale für eine Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung im späteren Jahresverlauf". Die weltweit stark expansiv ausgerichtete Geldpolitik und die umfangreichen fiskalischen Maßnahmen ließen positive Impulse erwarten. Die Konjunkturpakete "dürften den privaten Konsum, im weiteren Jahresverlauf aber auch den Bau stützen", hieß es in dem Bericht. Hinzu komme die anhaltende Entspannung bei den Preisen.

Gegenläufige Entwicklungen gebe es derzeit beim privaten Konsum. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Februar zurück, der Pkw-Absatz sei durch die Abwrackprämie hingegen gestärkt worden. Auch die Tariflohnentwicklung stütze zusammen mit den konjunkturpolitischen Maßnahmen und dem nachlassenden Preisauftrieb die Kaufkraft der realen Einkommen.

Dämpfende Effekte auf den privaten Konsum gingen allerdings von der sich verschlechternden Arbeitsmarktlage aus. Die sonst im März einsetzende Frühjahrsbelebung sei ausgefallen, die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vormonat um fast 70.000 Personen auf 8,6 Prozent.

ddp