Der wirtschaftliche Abschwung in der Eurozone hält nach Ansicht der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter an. Dies bestätigten die jüngsten Wirtschaftsdaten und Umfrageergebnisse, schreibt die Bank in ihrem Monatsbericht.
Anhaltender Wirtschaftsabschwung in der Eurozone
Laut dem Bericht rechnet die EZB gegenwärtig damit, dass die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr um 2,7 Prozent schrumpfen wird. Für 2010 prognostizierten die Experten eine Stagnation. Grund für die Erholung seien der durch die deutlich niedrigeren Rohstoffpreise gestützte private Konsum sowie die staatlichen Konjunkturprogramme und die Stabilisierungsmaßnahmen für die Finanzsysteme.
Mit Blick auf die Teuerungsrate berichtete die EZB weiter, dass die Anzeichen einer breiter angelegten Abnahme des Inflationsdrucks in der Eurozone zunähmen. Dabei könnten die Jahresteuerungsraten bis Sommer sogar negative Werte annehmen. "Anschließend dürften die jährlichen Teuerungsraten wieder steigen", so die EZB.
Die Zentralbank hatte vor diesem Hintergrund in der vergangenen Woche ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent gesenkt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte zudem angedeutet, dass die Notenbank im Mai den Leitzins um weitere 25 Basispunkte senken dürfte. Auch hatte er Entscheidungen zu "nicht-konventionellen" geldpolitischen Maßnahmen in Aussicht gestellt.
ddp