Statistisches Bundesamt Teuerungsrate auf Zehn-Jahres-Tief

Die weiterhin niedrigen Mineralölpreise haben die Jahresteuerungsrate im März auf den tiefsten Stand seit knapp zehn Jahren sinken lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 0,5 Prozent.

Teuerungsrate auf Zehn-Jahres-Tief

Im Februar hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 1,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich der Index um 0,1 Prozent.

Grund für die niedrige Inflationsrate war den Angaben zufolge neben den gesunkenen Preisen für Mineralölprodukte auch die Preisentwicklung bei einigen Nahrungsmitteln. Ohne Einbeziehung der Mineralölprodukte hätte sich die Inflationsrate im März 2009 auf 1,7 Prozent belaufen.

Dagegen erhöhten sich für andere Energieprodukte im gleichen Zeitraum die Preise. Gas verteuerte sich um 17,9 Prozent, die Kosten für Zentralheizung und Fernwärme stiegen um 14,7 Prozent und Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist um 6,4 Prozent.

Nahrungsmittel verteuerten sich im März binnen Jahresfrist leicht um 0,2 Prozent. Seit August 2008 gingen die Teuerungsraten für Lebensmittel den Statistikern zufolge kontinuierlich zurück. Vor allem Molkereiprodukte, Speisefette sowie einige Brote und Getreideerzeugnisse verbilligten sich. Dagegen mussten die Verbraucher für Gemüse, Fleisch und Fleischwaren sowie Süßwaren mehr zahlen als im März des Vorjahres.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index jedoch um 0,2 Prozent. Damit wurde die Schätzung für den HVPI vom 27. März ebenfalls bestätigt.

ddp