Angesichts steigender Benzin- und Dieselpreise vor der Osterreisezeit fordert der Auto Club Europa das Kartellamt zum Einschreiten auf.
Autoverband fordert Prüfung verbotener Spritpreis-Absprachen
"Das Amt muss endlich klären, ob es verbotene Preisabsprachen gibt", sagte Clubchef Rainer Hillgärtner der "Bild"-Zeitung. Im vergangenen Jahr sei den Verbrauchern eine Marktüberprüfung versprochen worden, doch Ergebnisse stünden bis heute aus. Schließlich sei es auch möglich, den Strom- und Gasversorgern auf die Finger zu klopfen.
Hillgärtner warf den Mineralölkonzernen vor, ihre Begründung, wegen steigender Beschaffungskosten müssten auch die Spritpreise steigen, entbehrten jeder Grundlage. "Die Konzerne sind meist gar nicht auf den Großmarkt angewiesen, sondern haben langfristige Lieferverträge", sagte er. "Sie nehmen eben jeden Cent mit, den sie kriegen können." Der Zeitung zufolge sind die Preise für Benzin und Diesel innerhalb kurzer Zeit um bis zu zehn Cent je Liter gestiegen.
ddp