Das Wirtschaftsklima im deutschen Mittelstand trübt sich immer weiter ein. Das geht aus dem am Mittwoch in Frankfurt am Main veröffentlichten Mittelstandsbarometer des Münchener Ifo-Instituts und der staatlichen KfW-Bankengruppe hervor.
Stimmung im Mittelstand verschlechtert sich
Eine konjunkturelle Trendwende sei "nicht in Sicht", sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Die deutsche Volkswirtschaft durchschreite ein "tiefes und breites Rezessionstal". "Auch für die kommenden Monate muss man sich auf weitere Rückgänge bei Geschäftslageurteilen und Beschäftigungsplänen einstellen", fügte er hinzu. Ein kleiner Lichtblick in dem alles in allem noch sehr dunklen Umfeld ist die zunehmend gute Stimmung im Bauhauptgewerbe, wie es weiter hieß.Offenbar zeigten die staatlichen Konjunkturprogramme hier eine sichtbare Wirkung.
In den anderen Wirtschaftsbereichen habe sich die ohnehin durchgängig negative Stimmung dagegen weiter verschlechtert. Das Mittelstandsbarometer verschlechterte sich den Angaben zufolge im März gegenüber dem Vormonat um 1,9 Punkte und damit auf ein neues Allzeittief von minus 22,7 Punkte. Auch bei den Großunternehmen habe sich die Stimmung weiter abgekühlt und mit einem Minus von 1,3 Prozent auf minus 39,1 Punkte ein neues Allzeittief erreicht. Noch immer sei das Stimmungs- und Erwartungsniveau bei den großen Unternehmen aber wesentlich frostiger als bei den kleinen und mittleren Firmen. Die Großbetriebe seien von der globalen Rezession rascher und zunächst auch wesentlich härter getroffen worden als die eher binnenorientierten Mittelständler.
ddp