Der angeschlagene Autohersteller Opel will sich von seinem US-Mutterkonzern General Motors (GM) abkoppeln. Die GM-Europasparte wird künftig in einer teilselbstständigen Geschäftseinheit geführt.
Opel koppelt sich von US-Mutter General Motors ab
Das sagte der Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster nach einer vierstündigen Aufsichtsratssitzung. Das Sanierungskonzept sei bereits mit der Konzernführung in Detroit abgestimmt.
Den Kapitalbedarf bezifferte Forster auf 3,3 Milliarden Euro. Dieser Bedarf müsse von der öffentlichen Hand bedient werden. Forster zufolge sind dazu alle europäischen Länder mit GM-Standorten aufgerufen. Die Summe wolle Opel bis spätestens 2015 vollständig zurückzahlen. Weitere Hilfen würden von der bisherigen Mutter in Form von Sacheinlagen, beispielsweise Patenten, benötigt.
Forster kündigte zudem an, dass Sanierungskonzept am Montag der Bundesregierung vorstellen zu wollen. Die GM-Beschäftigten in Europa erwarten offenbar drastische Sparmaßnahmen.
Laut Forster müssen 1,2 Milliarden Dollar eingespart werden, unter anderem durch Lohn- und Gehaltsverzicht sowie freiwillige Abfindungsmaßnahmen. Unter Umständen müsse man auch über Werksverkäufe nachdenken. Neben vier Standorten in Deutschland mit 25 000 Beschäftigten gehören zum Europageschäft Werke in Belgien, Großbritannien (Vauxhall), Schweden (Saab) und Spanien.
ddp