ifo-Index Stimmung schlechter als erwartet

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist nach im Januar erneut gesunken. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 82,6 Punkte. Unterdessen warnte Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg vor zu pessimistischen Prognosen.

Stimmung schlechter als erwartet

"Die seit Monaten anhaltende Verschlechterung der Geschäftssituation der Unternehmen geht auch im Februar weiter", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Anzeichen für eine konjunkturelle Wende gebe es nicht. Die Erwartungen der Unternehmen blieben "vorwiegend skeptisch".

Der monatlich unter rund 7.000 Unternehmen erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft.

Zu Guttenberg warnt vor Wettlauf um die düsterste Prognose

Wirtschaftsminister zu Guttenberg appelliert unterdessen an die Besonnenheit der Experten. Schwarzmalerei bei den Vorhersagen helfe niemandem. Er warnte vor zu pessimistischen Prognosen in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

"Wir hören derzeit viele Aussagen auch zur konjunkturellen Entwicklung", sagte Guttenberg am Montagabend im ZDF. "Wir dürfen uns jetzt allerdings auch nicht in einen Wettlauf begeben jede Woche um die möglichst härteste oder auch schwächste Aussage, sondern wir müssen doch insgesamt vernünftig und besonnen an die Sache herangehen."

Zuvor hatte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, für Deutschland in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um möglicherweise mehr als fünf Prozent vorhergesagt. Die Bundesregierung geht derzeit von weniger als der Hälfte aus. Einem Regierungssprecher zufolge gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass die Zahl von 2,25 Prozent revidiert oder korrigiert werden müsse. Im April werde die Bundesregierung eine neue Prognose abgeben, kündigte Guttenberg an.

ddp