Statistisches Bundesamt Stärkster Preisanstieg seit 14 Jahren

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr wegen höherer Preise für Energie und Nahrungsmittel um 2,6 Prozent gestiegen. Dies ist der höchste Anstieg seit 14 Jahren.

Stärkster Preisanstieg seit 14 Jahren

2007 lag die Teuerungsrate mit 2,3 Prozent ebenfalls oberhalb des für die Geldpolitik wichtigen Schwellenwertes von zwei Prozent. Knapp unter dieser Schwelle sieht die Europäische Zentralbank Preisstabilität als gegeben an. 2006 und 2005 hatte die Inflationsrate mit 1,6 beziehungsweise 1,5 Prozent darunter gelegen.

Unter allen Energiepreisen seien 2008 die Kosten für leichtes Heizöl mit 31,6 Prozent am stärksten gestiegen, heißt es beim Statistischen Bundesamt. Die Kraftstoffpreise hätten sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent erhöht. Diesel habe sich um 14,1 Prozent verteuert, während der Preis für Super um 4,3 Prozent gestiegen sei.

Die Beschleunigung der Preisentwicklung 2008 sei auch zum Teil auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer vom Januar 2007 zurückzuführen, die teilweise mit einer Verzögerung von einigen Monaten an den Endverbraucher weitergegeben wurde. Zusätzlich habe sich die Einführung der Studiengebühren in einigen Bundesländern im April und Oktober 2007 noch 2008 auf den jährlichen Preisanstieg insbesondere für das Bildungswesen ausgewirkt.

Im Dezember erhöhten sich die Verbraucherpreise auf Jahressicht den Angaben zufolge nur noch um 1,1 Prozent. Bereits seit August hat sich der Preisauftrieb wegen des rückläufigen Ölpreises deutlich abgeschwächt. Im Dezember blieb die Inflation den zweiten Monat in Folge unterhalb von zwei Prozent und erreichte am Jahresende den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.

ddp