Die Kauflaune der deutschen Verbraucher bleibt trotz der Wirtschaftskrise auf niedrigem Niveau stabil. Die Anschaffungsneigung erhöhte sich wegen der nachlassenden Inflation sogar leicht.
Wirtschaftskrise kann Kauflaune nicht drücken
Die Anschaffungsneigung habe sich wegen der nachlassenden Inflation sogar leicht erhöht, allerdings hätten sich Einkommens- und Konjunkturerwartungen verschlechtert.
Somit zeigt sich das Konsumklima, dass die drei Komponenten vereint, nach Angaben der Forscher beim Start ins neue Jahr konstant. Allerdings führten Produktionseinbrüche, Kurzarbeit sowie Meldungen über drohende Entlassungen dazu, dass sich mehr und mehr Konsumenten auch persönlich von der Krise betroffen fühlen. Nachdem die Einkommenserwartung zuletzt viermal in Folge angestiegen war, sinkt sie im Dezember erstmals spürbar ab.
Wie sich das Konsumklima weiter entwickelt, hängt den Angaben nach maßgeblich davon ab, wie stark sich die Rezession auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Die Voraussetzungen für das kommende Jahr seien allerdings nicht so ungünstig, sagte GfK-Marktforscher Rolf Bürkle im ARD-"Morgenmagazin". "Wir haben nach wie vor eine niedrige Inflationsrate. Das stärkt die Kaufkraft der Verbraucher. Sinkende Benzinpreise sorgen für gute Laune", fügte er hinzu. Zudem könnten die Verbraucher immer noch von relativ guten Tarifabschlüssen profitieren.
Der monatliche GfK-Konsumklimaindikator basiert auf rund 2.000 Verbraucherbefragungen. Die Studie wird seit 1980 erhoben.
ddp