Statistisches Bundesamt Lohngefälle zwischen Männern und Frauen bleibt hoch

Der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen bleibt trotz politischer Förderprogramme anhaltend hoch.

Lohngefälle zwischen Männern und Frauen bleibt hoch

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verdienten Frauen im Jahr 2007 durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. In Branchen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, fällt wie in den unternehmensnahen Dienstleistungen der Abstand mit bis zu 30 Prozent noch deutlicher aus. Während im alten Bundesgebiet der durchschnittliche Abstand bei 24 Prozent lag, wird er für Ostdeutschland indes mit lediglich sechs Prozent angegeben.

Angesichts der anhaltend krassen Unterschiede forderte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) verstärkte Hilfen für Mütter zum Wiedereinstieg ins Berufsleben. Einer der Gründe für den schlechteren Verdienst von Frauen seien die immer noch hohen Hürden, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, sagte die Ministerin. "Wir müssen konsequent weiter daran arbeiten, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern zu schließen."

Dass die meisten Väter nach der Geburt stetig auf der Karriereleiter aufstiegen, während die ebenso gut ausgebildeten Mütter ihren Beruf ganz oder teilweise aufgeben würden sei "ein fatales Signal für unsere Gesellschaft", fügte die Ministerin hinzu.

Auch die Vorsitzende der Frauengruppe der Unions-Fraktion im Bundestag, Ingrid Fischbach, mahnte "Entgeltgleichheit" an. Notwendig sei dafür auch ein "gesellschaftliches Umdenken". Besonders die Zugangsmöglichkeiten für Frauen zu Leitungspositionen müssten verbessert werden.

ddp