In einer bundesweiten Umfrage der Verbraucherzentralen haben zahlreiche DSL-Nutzer teils massive Kritik an der Kundenfreundlichkeit und der Qualität ihrer Internetanbieter geäußert.
Qualtität der DSL-Anschlüsse nicht optimal
Vor allem die Übertragungsgeschwindigkeit, die Wartezeit bei einem Anbieterwechsel, die Qualität der Angebote sowie der Kundenservice seien beanstandet worden, sagte Olaf Weinel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Demnach gab fast jeder zweite Befragte an, einen langsameren Internetzugang zu haben, als vom Provider versprochen. Rund ein Drittel war mit dem Kundendienst seines Providers, vor allem mit langen Telefon-Warteschleifen, kostenpflichtigen Servicenummern sowie der Kompetenz der Mitarbeiter unzufrieden. Und knapp 60 Prozent begründeten ihren Anbieterwechsel mit einem günstigeren Preis.
Nach Ansicht der Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium, Ursula Heinen, hat der Service mit dem rasanten Anstieg der Nachfrage nach schnellen Internetzugängen in den vergangenen Jahren nicht Schritt halten können. Mitunter entstehe der Eindruck, es handele sich um eine Servicewüste.
Mit Blick auf die Umfrageergebnisse forderten die Verbraucherschützer von den Firmen eine Anpassung ihrer Werbeaussagen an die tatsächliche Bandbreite, eine Verbesserung des Kundenservice sowie einen zügigeren Anbieterwechsel. Hoffnung setzen sie dabei auf die Selbstverpflichtungserklärung der Branche beim kommenden IT-Gipfel. Sollten die Anbieter dort nicht mehr Kundenorientierung versprechen, müsste jedoch das Ministerium "gesetzliche Möglichkeiten überlegen", sagte Heinen.
ddp