Die Lebenshaltungskosten der Verbraucher im Euroraum befinden sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die deutschen Verbraucherpreise sanken im September.
Inflationsrate in der Eurozone bleibt hoch
Damit bestätigte Eurostat den vorläufigen Ausweis vom 30. September, womit Volkswirte auch gerechnet hatten. Ein Jahr zuvor hatte die Inflationsrate noch 2,1 Prozent betragen. Unter Herausrechnung von Energie, Nahrungsmitteln und Tabak stiegen die Verbraucherpreise im September nach Eurostat-Angaben um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im Energiebereich erhöhten sich im September vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen im September binnen Jahresfrist um 6,1 Prozent. Besonders hohe Teuerungsraten wiesen Molkereiprodukte und Eier auf.
Für die rückläufige Entwicklung bei der Teuerungsrate waren laut Eurostat neben den saisonbedingten Preissenkungen für Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen auch Preisrückgänge für leichtes Heizöl verantwortlich.
Deutsche Verbraucherpreise sinken im September leicht
Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September erwartungsgemäß leicht abgeschwächt. Der Verbraucherpreisindex sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent,
stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat aber um 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt, Wiesbaden, mitteilte.
Die erste Schätzung von Ende September wurde damit bestätigt. Von Mai bis August lag die Teuerungsrate stets bei 3,0 Prozent oder höher. Experten führten den Rückgang auf den sinkenden Ölpreis zurück. Steigende Erdgaspreise und nur langsam fallende Kraftstoffpreise hätten einen weiteren Rückgang verhindert.
Grund für die sinkende Monatsrate seien vor allem saisonale Preisrückgänge bei Ferienwohnungen, Pauschalreisen und Nahrungsmitteln. Allerdings lag die Jahresteuerungsrate bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken nach Angaben der Behörde immer noch bei 6,1 Prozent. Etwas niedriger als im Vormonat lagen im
September die Preise von Heizöl.
Mit den derzeitigen 2,9 Prozent liegt die Inflationsrate immer noch deutlich über der von der Europäischen Zentralbank für Preisstabilität ausgegebenen Marke von knapp unter zwei Prozent.
ddp
