Gute Nachrichten für Handwerker: Die Große Koalition plant einen deutlich höheren Steuerbonus auf Handwerksleistungen in privaten Haushalten. Finanz-, Arbeits- und Familienministerium wollen sich in den nächsten Tagen darauf verständigen.
Steuerbonus wird aufgestockt
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass die Ministerien für Finanzen, Arbeit und Familie wollten sich in den kommenden Tagen auf eine entsprechende Regelung verständigen. Dabei sollten die bislang geltenden Regelungen zusammengefasst und deutlich vereinfacht werden.
Nach den Plänen könnten die in Frage kommenden Haushalte künftig Rechnungen oder Lohnzahlungen von bis zu 15.000 Euro geltend machen, was zu einer Steuerermäßigung von maximal 3.000 Euro im Jahr führe, schreibt das Blatt. Bislang gebe es zum Teil völlig unterschiedliche Förderquoten und Höchstbeiträge, nach denen haushaltsnahe Dienstleistungen auf der einen Seite und haushaltsnahe Beschäftigung in Form eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses abgerechnet werden können.
"Dadurch erfolgt durch den Bundesrat eine für die Handwerkskonjunktur dringend erforderliche Initialzündung. Gleichzeitig kann die Schwarzarbeit, die durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer angestiegen war, wieder zurückgedrängt werden", erklärt der Vize-Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Heinrich Traublinger.
Wer beispielsweise auf dieser Basis eine Kinderfrau beschäftige, könne künftig 20 Prozent der Aufwendungen statt bislang 12 Prozent der Aufwendungen absetzen. Die Höhe der Aufwendungen sei jedoch bei 9.000 Euro gedeckelt.
ddp