Bildungsmonitor 2008 Sachsen hat das beste Bildungssystem

Sachsen hat einer neuen Studie zufolge das beste Bildungssystem in Deutschland. Beim "Bildungsmonitor" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft landete Sachsen auf dem ersten Platz vor Baden-Württemberg und Thüringen.

Das Ergebnis des Bildungsmonitor 2008 der Initiative Soziale Marktwirtschaft. Foto: ddp/Grafik: ddp

Sachsen hat das beste Bildungssystem

Am schlechtesten schnitt Mecklenburg-Vorpommern ab. Nordrhein-Westfalen belegte den vorletzten Platz.

Sachsen erreichte nach Angaben der Autoren in nahezu allen Untersuchungsfeldern sehr gute oder gute Ergebnisse. Besonders herausragend sei dort die Ausbildung in Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Bei den Bildungsausgaben pro Kopf, verglichen mit den Pro-Kopf-Gesamtausgaben, steht Thüringen vor Bayern an der Spitze. Letzter ist hier Berlin, die im Gesamtranking Platz 11 belegt. Dafür schneidet Berlin bei den Betreuungsbedingungen mit Platz 4 gut ab. Auch hier liegt Thüringen vorn. Nordrhein-Westfalen belegt den letzten Platz.

Spitze ist Berlin bei der Förderinfrastruktur, die Auskunft über ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote sowie das Ausbildungsniveau des Personals in der Kinderbetreuung gibt. Hier liegt Bayern auf dem letzten Platz.

Bei der Schulqualität, in die Ergebnisse der Studien PISA und IGLU einflossen, ist der Freistaat hingegen Spitzenreiter vor Sachsen. Schlusslicht ist Bremen.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft errechnet das Ranking seit 2004 jährlich im Auftrag der INSM. Die größten Fortschritte machte in diesem Zeitraum Sachsen-Anhalt. Die Bildungssysteme der 16 Bundesländer werden anhand von mehr als 100 Indikatoren verglichen. Untersucht werden zum Beispiel die Schulqualität, die Betreuungsbedingungen oder die Zahl der Schulabbrecher. Überwiegend fließen Zahlen der Statistischen Landesämter in die Auswertung ein, hinzu kommen Daten aus internationalen Studien wie PISA. Die Informationen stammen nach INSM-Angaben zum Großteil von 2006. Neuere Zahlen gebe es nicht.

Insgesamt habe sich der Zustand der Bildungssysteme im vergangenen Jahr verbessert, stellt die Initiative fest. Mehr Schüler lernten Fremdsprachen, die Internationalität der Hochschulen habe sich verbessert. Als deutliche Schwäche wird der in vielen Ländern stagnierende Ausbau der Ganztagsbetreuung hervorgehoben. Auch bildeten die Hochschulen zu wenige Ingenieure aus.

ddp