Die Unternehmen in Deutschland sind einer neuen Studie zufolge unzureichend auf den demografischen Wandel vorbereitet. Ein Großteil der befragten Unternehmen hat das Problem zwar erkannt, zu wenige handeln aber entsprechend.
Unternehmen nicht ausreichend auf demografischen Wandel vorbereitet
Das Urteil gab die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) bei der Vorstellung ihrer Studie "Pro 50 – Arbeit mit Zukunft" ab.
Demnach hält sich gerade einmal jedes dritte Unternehmen für gut vorbereitet auf den demografischen Wandel, obwohl 96 Prozent der Befragten die Beschäftigung mit dem Thema für wichtig oder sehr wichtig hielten. Grund sei unter anderem, dass es den Top-Managern und damit den Entscheidungsträgern an Problembewusstsein mangele.
In ihrer Studie kritisierte PwC, die Unternehmen nutzten zu wenig die Kompetenzen älterer Arbeitnehmer. So werde in nicht einmal zwei Dritteln der Firmen der Wissensaustausch zwischen jüngeren und älteren Belegschaftsmitgliedern gefördert. In nur 17 Prozent der Unternehmen gebe es ausdrückliche Karrieremodelle für Mitarbeiter über 50 Jahren.
Aber auch um den Nachwuchs müssten sich die Unternehmen stärker bemühen, da es wegen geburtenschwacher Jahrgänge immer weniger junge Talente gebe, urteile PwC. Nur so könnten die Betriebe wettbewerbsfähig bleiben und weiter wachsen.
Für die Studie waren 53 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt worden. Hintergrund sind Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, wonach die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2030 von derzeit rund 82 Millionen auf 77 Millionen Menschen sinken wird.
ddp