Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Konjunkturerwartungen steigen stärker als erwartet

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland sind im August stärker als erwartet gestiegen.

Konjunkturerwartungen steigen stärker als erwartet

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, verbesserte sich der ZEW-Index von minus 63,9 Punkten im Vormonat auf minus 55,5 Punkte. Analysten hatten mit einem Anstieg auf minus 62,0 Punkte gerechnet.

Die Verbesserung der Konjunkturerwartungen signalisiere, dass sich die Befürchtungen der Finanzmarktexperten über die konjunkturelle Abschwächung in Grenzen halten, erklärte das ZEW. Der jüngste Rückgang des Ölpreises sowie die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar dürften die Sorgen um die Konjunktur gemildert haben.

"Die Finanzmarktexperten haben sich von der negativen Zuwachsrate im zweiten Quartal zu Recht nicht sonderlich beeindrucken lassen. Insgesamt gehen sie von einer zwar schwächeren, aber alles in allem robusten Konjunkturentwicklung aus und befürchten naheliegenderweise keine Rezession", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

An der Umfrage vom 28. Juli bis zum 18. August haben sich laut ZEW 297 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt.

ddp