Die deutschen Amtsgerichte haben im April rund 14.200 Insolvenzen verzeichnet und damit mehr als ein Jahr zuvor.
Mehr Insolvenzen im April
Vergleichbar seien die Zahlen jedoch nicht, da Nordrhein-Westfalen die Zahlen von 2007 nicht periodengerecht gemeldet habe, betonte das Statistische Bundesamt. Anhand der Ergebnisse aus den übrigen Bundesländern sei jedoch von einem Anstieg der Insolvenzen um 6,2 Prozent auszugehen.
Der Anstieg sei vor allem auf die stark gestiegene Zahl der Unternehmensinsolvenzen zurückzuführen, hieß es weiter. Während sich die Zahl der Firmenpleiten um 9,2 Prozent erhöhte, nahm die Zahl der Privatinsolvenzen um 3,3 Prozent zu.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für April auf 2,7 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat waren es 2,3 Milliarden Euro gewesen.
Grund für den Anstieg der Insolvenzen sei vermutlich das frühe Osterfest in diesem Jahr, erklärte das Statistikamt. Dadurch hätten die Gerichte im April mehr Arbeitstage gehabt und somit mehr Insolvenzanträge bearbeiten können als im Vorjahresmonat.
Insgesamt wurden zwischen Januar und April dieses Jahres gut 52.000 Insolvenzen verzeichnet und damit 8,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
ddp