Deutschland schneidet als Standort für Familienunternehmen international eher schlecht ab. In einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung belegt die Bundesrepublik im Vergleich von 18 OECD-Staaten lediglich den zwölften Platz.
Deutschland kein guter Standort für Familienunternehmen
An der Spitze stehen Großbritannien, Dänemark und die Schweiz.
Hauptproblem Regulierungsdichte
Untersucht wurden im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen die fünf Standortfaktoren Steuern, Arbeitskosten, Regulierung, Finanzierung und öffentliche Infrastruktur. Deutschland konnte sich den Angaben zufolge im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahr 2006 nicht verbessern. Wäre die als sehr gut bewertete Infrastruktur nicht einbezogen worden, käme die Bundesrepublik sogar nur auf Rang 16. Hauptproblem für deutsche Familienunternehmen ist aus Sicht des ZEW die Regulierungsdichte. Nur Italien schneidet hier noch schlechter ab.
Als Familienunternehmen gelten unabhängig von ihrer Größe Firmen, die maßgeblich von einer Familie gesteuert werden. Oft handelt es sich um kleinere oder mittlere Unternehmen. Nach einer Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) machen Familienunternehmen rund 95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland aus. Auf sie entfallen über 41 Prozent aller Umsätze.
ddp