Das schwungvolle Wachstum der deutschen Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres hauptsächlich von einer dynamischen Investitionstätigkeit getragen worden.
Investitionen begünstigen Wachstum im ersten Quartal
Der Außenhandel habe sich hingegen wachstumshemmend ausgewirkt, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Zugleich bestätigte die Behörde, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März gegenüber dem vierten Quartal 2007 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent erhöhte. Diesen Wert hatte das Amt bereits am 15. Mai anhand vorläufiger Zahlen veröffentlicht.
Nach Angaben des Bundesamtes wurde das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von einer nach wie vor ausgeprägten Investitionstätigkeit getragen. In Ausrüstungsgüter seien vier Prozent mehr investiert worden als im Schlussquartal des vergangenen Jahres. Zudem wuchsen die Bauinvestitionen um 4,5 Prozent. Insgesamt kam von den Bruttoanlageinvestitionen ein Wachstumsbeitrag von 0,7 Prozentpunkten.
Gestiegen seien auch die Konsumausgaben, die um 0,5 Prozent zulegten. Dabei erhöhten sich die Konsumausgaben des Staates mit einem Plus von 1,3 Prozent deutlich stärker als der private Konsum mit einem Plus von 0,3 Prozent.
Der Außenhandel wirkte sich hingegen wachstumshemmend aus. Zwar erhöhten sich die Exporte um 2,4 Prozent, doch die Importe wuchsen mit 3,5 Prozent stärker. Auf Jahressicht lag das BIP im ersten Jahresviertel des laufenden Jahres kalenderbereinigt um 2,6 Prozent höher. Ohne Kalenderbereinigung belief sich das Wachstum auf 1,8 Prozent im Jahresvergleich.
Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2008 wurde von 39,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres war die deutsche Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal nur um 0,3 Prozent gewachsen und im dritten Quartal um 0,7 Prozent. Im Gesamtjahr 2007 hatte sich das Wachstum auf 2,5 Prozent belaufen.
ddp