Handelsblatt Bund will Meister-BAföG ausbauen

Die Bundesregierung will das Meister-Bafög ausbauen und für neue Berufe öffnen. Damit sollen mehr Berufstätige zum Aufstieg durch Bildung ermuntert werden.

Bund will Meister-BAföG ausbauen

Das sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Andreas Storm (CDU), dem "Handelsblatt". Statt heute 136.000 Menschen könnten ab dem kommenden Jahr bis zu 50 Prozent mehr bei einer Weiterqualifizierung gefördert werden, hofft auch SPD-Bildungspolitiker Jörg Tauss. Besonders erfreulich sei, "dass das Meister-Bafög für die Sozialberufe geöffnet wird", sagte er der Zeitung. Dem Bericht zufolge sollen künftig auch die Ausbildungen zur Erzieherin und zum Altenpfleger finanziell gefördert werden.

Das "Aufstiegsfortbildungsgesetz" (AFBG), im Volksmund Meister-Bafög genannt, wurde 1997 eingeführt, um Erwerbstätige bei der Fortbildung zu unterstützen. Wer einen höheren beruflichen Abschluss wie einen Meister oder staatlich geprüften Techniker, Informatiker, Betriebswirt oder ähnliches machen will, kann als Alleinstehender monatlich bis zu 614 Euro zum Lebensunterhalt erhalten. Rund ein Drittel davon ist Zuschuss, der Rest Darlehen. Für Eltern und Verheiratete gelten höhere Sätze.

Laut "Handelsblatt" soll die Reform zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Im ersten Jahr will das Bildungsministerium der Zeitung nach zusätzlich 50 Millionen Euro bereitstellen, die bis 2013 auf 80 Millionen Euro steigen sollen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) muss die Zusatzausgabe allerdings noch genehmigen.

Bisher stehen der Meldung zufolge für das Meister-Bafög jährlich 125 Millionen Euro vom Bund bereit. Es gebe "positive Signale", dass die Länder, die 22 Prozent der Gesamtförderung finanzierten, die Erhöhung mittrügen, sagte Staatssekretär Storm.

ddp