Ifo-Institut Weltwirtschaftsklima auf tiefstem Stand seit 2003

Das Weltwirtschaftsklima hat sich nach Ansicht des Münchener Ifo-Instituts deutlich verschlechtert und befindet sich auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2003.

Weltwirtschaftsklima auf tiefstem Stand seit 2003

Der entsprechende Indikator sank von 99,3 Punkten im vierten Quartal 2007 auf 90,4 Punkten im ersten Quartal dieses Jahres, wie die Wirtschaftsforscher auf Basis ihrer vierteljährlichen Umfrage mitteilten. Die Einschätzungen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate seien ungünstiger als zuvor ausgefallen.

"Nach dem Urteil der befragten Experten belastet die US-Subprimekrise neben den USA vor allem die Finanzsysteme in Großbritannien, der Schweiz, Irland und Deutschland", erklärte ein Ifo-Sprecher. Die negativen Auswirkungen würden allerdings im zweiten Halbjahr dieses Jahres abebben. Dem Institut zufolge haben die Inflationserwartungen für dieses Jahr vor allem in den USA zugenommen. Es werde mit einer Jahresteuerung von 2,9 Prozent gerechnet, in Westeuropa seien es 2,5 Prozent.

Den Angaben zufolge befinden sich in der aktuellen Umfrage erstmals seit Ende 2003 die Experten in der Mehrzahl, die einen Rückgang der Notenbankzinsen erwarten. Der Anstieg der langfristigen Zinsen kommt demnach bald zum Stillstand. Der US-Dollar und Yen seien unterbewertet, Euro und das Pfund Sterling hingegen überbewertet. Es werde erwartet, dass sich der US-Dollar in den kommenden sechs Monaten weiter abschwäche.

Die Umfrage findet seit 1981 vierteljährlich statt. Es werden rund 1000 Experten aus 90 Ländern befragt. Das Ifo-Institut führt die Studie zusammen mit der Internationalen Handelskammer in Paris durch.

ddp