Wachstumsrisiken nehmen zu

Allgemeine Wirtschaftsdaten: Exportdynamik lässt nach

Wachstumsrisiken nehmen zu

Der Konjunkturaufschwung in Deutschland war zum Jahresende 2007 zwar weiter intakt, wenngleich sich das Expansionstempo merklich verlangsamt hat. Die Abschwächung der Weltwirtschaft, die hohen Rohstoffpreise und der starke Euro zeigten auf dem deutschen Markt erste Wirkung. Alles in allem ist die gesamtwirtschaftliche Leistung, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt, 2007 um 2,5 Prozent gewachsen.

Beim privaten Verbrauch war im Schlussvierteljahr 2007 noch keine grundlegende Verbesserung festzustellen. Insbesondere die beschleunigte Inflation dämpfte die Kauflust der Privathaushalte. Zudem dürften die gestiegenen Konjunkturrisiken das Konsumklima belastet haben. Insgesamt nahm der reale private Konsum 2007 um 0,3 Prozent ab.

Die Investitionsaktivitäten der Unternehmen sind zum Jahresende dank der hohen Kapazitätsauslastung und der guten Auftragslage nochmals sehr rege verlaufen. Außerdem hat das Auslaufen der degressiven Abschreibung der Nachfrage nach Ausrüstungsgütern einen zusätzlichen Schub verliehen. Im Jahr 2007 sind die preisbereinigten Ausgaben für Maschinen, Fahr- und Werkzeuge um 8,4 Prozent gestiegen.

Die Exportentwicklung blieb in der Tendenz aufwärts gerichtet. Allerdings hat die Dynamik infolge der Abkühlung der Weltwirtschaft und der Euroaufwertung zuletzt nachgelassen. In den Monaten Oktober und November stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreswert um 6,3 beziehungsweise 3,2 Prozent. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) sind die Ausfuhren binnen Jahresfrist sogar gesunken.

Das Preisklima hat sich im Herbst spürbar verschlechtert. Im November übersprang die Inflationsrate erstmals seit Januar 1994 die Drei-Prozent-Marke. Der Dezember 2007 brachte dann wieder eine leichte Entspannung mit einer Teuerung von 2,8 Prozent. Ursache für den beschleunigten Preisauftrieb waren neben der Mehrwertsteueranhebung vor allem stark anziehende Preise bei Lebensmitteln sowie Energieprodukten.

Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzte sich, getragen von dem positiven konjunkturellen Umfeld, auch in den Schlussmonaten des Jahres 2007 fort. Saisonbereinigt legten die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zu. Parallel dazu ging die Arbeitslosigkeit erneut zurück. Im Dezember waren 3,41 Millionen Erwerbslose bei den Arbeitsagenturen gemeldet, rund 600.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verminderte sich im gleichen Zeitraum von 9,6 auf 8,1 Prozent.