Bäcker sind "dumm", Piloten "untreu" Google sagt: "Maler sind die fleißigsten Deutschen"

Haben Sie schon einmal Ihren Beruf in das Google-Suchfeld eingegeben und mit dem Wort "sind" ergänzt? Das kann für den einen oder anderen Beruf recht überraschend sein. Wer als "idealer Sexpartner" gilt und wer zu den "Idioten" zählt.

Bauerarbeiter sind "dumm"? Köche sind "Schweine"? Nicht immer ganz so nett, sind die ersten Suchvorschläge, die man beim Berufe-Googeln vorgegeben bekommt. - © Vergleich.org

Laut Google sind Maler " die fleißigsten Deutschen". Darauf können diese Handwerker ganz besonders stolz sein: Denn in einer Liste von Google-Suchvorschlägen gehören sie zu den wenigen Berufsgruppen, die sich über ein Kompliment freuen dürfen. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin Vergleich.org in einem aktuellen Test. Dafür hat das Team verschiedene Berufe in Kombination mit dem Wort "sind" ins Suchfeld eingetippt und sich die j eweils ersten Suchvorschläge genauer angeschaut. Die lustigsten Ergebnisse im Überblick.

Mehrheit der Suchvorschläge sind beleidigend

Bauarbeiter sind "dumm", Fahrlehrer "Schweine" und Zahnärzte nichts als "Abzocker"? "Überraschend ist, wie häufig Google Beleidigungen als erste Vervollständigkeitsmöglichkeit anführt", betont Michelle Günter von Vergleich.org. Beim Test sind das mehr als die Hälfte der Google-Vorschläge. Immer nachvollziehbar ist das nicht: So gelten neben den Bauarbeitern auch Bäcker, Erzieher, Krankenschwestern und LKW-Fahrer als "dumm". Genauso hart, wenn nicht sogar härter, trifft es Ärzte ( "Idioten"), Immobilienmakler ( "Verbrecher"), Pädagogen ( "für mich die größten Opfer") und Unternehmer ( "Verrückte"). Flugbegleiter und Ergotherapeuten hingegen wehren sich konsequent gegen Vorurteile: Google versichert Flugbegleitern "mehr als nur Saftschubser" und Ergotherapeutinnen definitiv "keine Basteltanten" zu sein.

Musiker sind "intelligent", Physiker "gute Eltern"

Doch nicht jedes Berufsbild scheint einen so schlechten Ruf zu haben. Einige kommen durchaus gut weg, andere bekommen sogar Komplimente. Wissenschaftler zum Beispiel, die laut Google "die idealen Sexualpartner" sind. Musiker gelten darüber hinaus als "intelligenter" als andere Berufsgruppen und Physiker scheinen besonders "gute Eltern" zu sein. Oder eben die Maler, die als die "fleißigsten Deutschen" bezeichnet werden. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis ist ein Artikel der Bild-Zeitung, der mit dieser Schlagzeile titelte. Neben einigen anderen Faktoren haben prägnante Headlines und berühmte Zitate großen Einfluss auf die Suchvorschläge, die auf die Funktion "Google Suggest" zurückzuführen sind.

Google Suggest hilft bei der Suche

Seit 2009 gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit Google Suggest zu benutzen. Die Erweiterung soll Usern dabei helfen, schneller zur g ewünschten Information zu gelangen, indem sie bereits nach den ersten eingetippten Buchstaben Vorschläge macht, was gemeint sein könnte. Welche Begriffe Google Suggest anbietet, hängt von vielen Faktoren ab: Von aktuellen Trends zum Beispiel oder davon, wonach andere Personen präferiert forschen. "Neben Suchhäufigkeit und Suchfrequenz der einzelnen Begriffe sind auch das eigene Suchverhalten und der Standort entscheidend dafür, welche Ergänzungen Google vorschlägt", so Günter. Um die Begriffe herauszufiltern, die mit dem eigenen Suchverhalten zusammenhängen, wertete das Vergleich.org-Team die Suchanfragen im Ikognito-Modus aus.

Verständnis für Beamte, Kellner und Verkäufer

Dass es auch mit weniger Lobhudelei und ohne fiese Bemerkungen geht, zeigen folgende, neutralere Suchvorschläge: Für Beamte, Kellner und Verkäufer haben die Internetnutzer großes Verständnis, denn die seien ja auch "nur Menschen". Infos zu anderen Berufsgruppen, gibt es in dieser Tabelle. ew

Beruf Suchvorschlag
Apotheker sind Supermarktverkäufer mit Hochschulabschluss
Bäcker sind dumm
Bauarbeiter sind dumm
Bauern sind reich
Fotografen sind keine Künstler
Handwerker sind dumm
Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Recht betrügen
Maler sind die fleißigsten Deutschen
Manager sind Pychopathen
Programmierer sind wie Prostituierte