Neue Trendfrisuren - Großbritannien im Fokus Frisurentrends für Herbst und Winter 2016/17

Wer die Fashionkultur Großbritanniens liebt, wird auch die neuen Frisurentrends lieben. Die neuen Schnitte greifen die Stylings vergangener Jahrzehnte wieder auf. Mal punkig, mal konventionell.

Die neuen Frisurentrends für Herbst und Winter 2016/17 haben für jeden etwas dabei: Mal punkig, mal konventionell dreht sich alles um das Motto Großbritannien. - © yuriyzhuravov/Fotolia.com

Mode, egal ob am Körper oder auf dem Kopf, sollte die Individualität seines Trägers unterstreichen. Dabei gibt es nie nur den einen Look, sondern immer eine Vielzahl an Möglichkeiten. Auch für die Trendfrisuren für Herbst/Winter 2016/2017 gilt vor allem eins: Individualität.

Frisurentrend: Neuinterpretation der 60er, 70er und 80er

Im Herbst und Winter 2016/17 definieren sich die Haartrends durch eine Neuinterpretation der Fashionkultur Großbritanniens vergangener Jahrzehnte. Dabei gibt es zwei Richtungen: Der Sheer-Retro-Look, straight und glatt-glänzend wie in den 60er-Jahren, mit klaren Formen und Schnittlinien. Das Haar folgt einer gewissen Gradlinigkeit. Daneben steht der ausdrucksstarke Punk-Chic-Style aus den 70er und 80ern. Hier sitzt das Haar lässig und rockig - inspiriert von den rebellischen Spuren der Brit-Punk-Kultur um die Sex Pistols, The Clash oder Joy Division.

Bei langen Haaren darf es auch mal Haarschmuck sein

Bei den Frauen werden lange Haare in dieser Saison sehr glatt getragen. "Es wird viel mit hochwertigen Ölen gearbeitet und allen Produkten, die einen Wet-Look erzeugen", sagt Dieter Schöllhorn, Creativdirektor des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks im Interview mit der Fachmesse HAARE 2016. Abhängig von Typ und Anlass sind laut Schöllhorn aber auch andere Stylings sowie der Einsatz von Haarschmuck angesagt. Dazu gehören beispielsweise seidene Haarbänder, glitzernde Haarbroschen oder Flechtelemente.

Aus Blond wird Peach

Farblich ist im Herbst eine neue Farbe gefragt: "Bei den Damen verwandeln sich sommerliche Blondtöne in ein zart-edles Peach", sagt Schöllhorn. Dabei wenden die Frisöre vielfältige Farbtechniken an, für jeden Typ gibt es passende Nuancen. "Bei einem warmen Farbtyp werden als Kontrast kühle Reflexe gesetzt, die Farbe bleibt aber im Hauptton warm", erklärt Schöllhorn. "Bei einem kühlen Farbtyp wird analog verfahren."

Herren mit puristischem Kurzhaarschnitt

Bei den Herren ist der Kurzhaarschnitt beliebt, puristisch und zugleich natürlich. Das markant kurzgehaltene Stirnmotiv soll dominant wirken. Der Schnitt sieht auf den ersten Blick zwar mühelos und klassisch aus, erfordert jedoch Schnittfertigkeiten auf höchstem Niveau. "Für den echten Punk-Effekt wird der klassische Männerstyle aufgerissen und kreuz und quer in alle Richtungen frisiert", sagt Schöllhorn. Mit matten Styling-Produkten gelingt der Feinschliff.

"Die Herren können die Haare am Oberkopf aber auch länger tragen", sagt Schöllhorn. Die Naturwelle wird nicht mehr geglättet, sondern darf ruhig zur Geltung kommen. Eine andere Variante ist laut Schöllhorn ein prägnanter Seitenscheitel in Kombination mit einer glamourösen Lockenwelle in auffälliger Länge.

Frisurentrends für über 45-Jährige

  • Herren: Bei den Herren haben es George Clooney und Robbie Williams vorgemacht: Graue Haare machen Eindruck und kommen bei vielen gut an. Natürlichkeit liegt im Trend, aber nur mit dem richtigen Schnitt. Strukturierte Längen am Oberkopf in Kombination mit glänzendem Grau wirken glatt zur Seite gestylt lässig. Alternativ werden die Haare aufgestellt zum leichten Iro.
  • Frauen: Für die Frauen mit Anspruch ist der Bob genau die richtige Frisur, denn er ermöglicht vielseitige Looks. Schwungvoll auf die Seite und in die Stirn gelegt wirkt er erwachsen und schick. Das leuchtende Blond verleiht dem Look etwas Edles. Ganz anders der am Oberkopf voluminös frisierte Style. Er ist für den Business-Auftritt geeignet.

Neue Beauty-Looks heben Augen hervor

Neben der Frisur gibt es auch im Bereich Beauty und Make-Up neue Trends. Im Herbst und Winter sind vor allem harmonische Töne angesagt. Der Bereich um die Augen spielt dabei eine zentrale Rolle: Entweder mit dickem Kajalstift betont oder nur mit leichtem Liedschatten.

Flaming Fire

Die Augenbrauen kommen im Herbst und Winter ganz groß raus. Das Stichwort lautet "Browlighter“. Mit einem Augenbrauenstift schwungvoll betont, werden die Brauen mit Highlighter zusätzlich abgegrenzt. "Das sorgt für einen wachen und frischen Blick", sagt Schöllhorn. Kupfer- und Rottöne auf den Lidern geben einen leuchtenden Akzent. Kupferbraun in cremiger Textur auf den Lippen und eine Rougierung in Bronze verleihen dem Look ein edel-schimmerndes Finish.

Ombré Vamp

Wie werde ich in kurzer Zeit zum rebellischen Vamp mit ausdrucksstarkem Augen-Make-up? Das Trendutensil hierfür ist ein dicker Kajalstift, der cremig verwischt wird. Das Trendutensil hierfür ist ein dicker Kajalstift, der cremig verwischt wird. "Nicht als Linie aufgetragen, sondern rauchig schattiert, wirken vor allem helle Augen größer und strahlend schön", sagt Schöllhorn. Aubergine und Rottöne in Burgund verblendet verleihen den Lippen einen auffälligen 3D-Effekt und lassen sie besonders voll erscheinen.

Outer Space

Das absolute Kontrastprogramm liefert der androgyne Look. Basis ist eine perfekt modellierte, markant herausgearbeitete Gesichtsform. Helle Augenbrauen und Wimpern sowie nudefarbene Lippen stehen für Zurückhaltung. Einzig die Augenlider werden leicht durch stone-violettfarbenen Lidschatten betont. aro


Der Artikel wurde am 3. November 2016 aktualisiert.