Medaille für Deutschland: Bei den Europameisterschaften der Ofenbauer sichert sich Deutschland den dritten Platz. Die Teilnehmer lieferten sich ein denkbar knappes Rennen.

Bei den Europameisterschaften des Ofenbauer-/Hafnerhandwerks im österreichischen Wels sicherte sich Deutschland den dritten Platz. Alexander Hummel aus Bad Urach in der Schwäbischen Alb musste sich nur dem Sieger Christoph Enzler aus der Schweiz und dem Österreicher Christoph Mayerhofer geschlagen geben. Beim Wettbewerb ging es denkbar knapp zu: Ein Tausendstel Punkt trennte am Ende die beiden Erstplatzierten.
Während den Meisterschaften mussten die jungen Handwerker einen Grundofen handwerklich fertigen – inklusive keramischer Zügen auf einem Gasbetonsockel. Der Sockel und die vorbereitenden Arbeiten durften am Vortag, vor der offiziellen Meisterschaft, erledigt werden.
Höchste Konzentration
Für das eigentliche Werkstück standen 17 Stunden Arbeitszeit zur Verfügung. "Um die Anlage in dieser Zeit mit der geforderten Präzision fertig zu stellen, sind starke Nerven, hohe Konzentrationsfähigkeit und Erfahrung gefragt", erläuterte Tim Froitzheim, der den Wettbewerb für den ZVSHK beobachtete und als zuständiger Referent die Wettkampfvorbereitungen von Alexander Hummel betreute.
"Alles in allem war die Europameisterschaft im Ofenbauerhandwerk ein gelungener Wettkampf mit einem tollen dritten Platz für Alexander Hummel. Wir hatten einen hervorragenden Teilnehmer, der mit vollem Einsatz dabei war", sagte Froitzheim weiter.
Ofenbauer in dritter Generation
Das Handwerk wurde dem 19-Jährigen in die Wiege gelegt: Sowohl Eltern als auch Großeltern waren Ofenbaumeister. Hummel hatte sich im Dezember im nationalen Vorentscheid als bester Deutscher für die von den europäischen Kachelofenverbänden ausgetragenen Europameisterschaften qualifiziert. dhz
