ISH 2015: Komfort und Technik weiterhin größte Märkte Bad- und Heizungsmesse: Effizienz bleibt wichtigstes Thema

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien bleiben die bestimmenden Themen auf der ISH 2015. Die Messe präsentiert vom 10. bis 14. März in Frankfurt Gebäudelösungen für Bäder sowie Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik. Erstmals gibt es ein Partnerland.

Frank Muck

"Freibad" ist das Motto der Sonderschau "Pop up my Bathroom". Baddesign und neue technische Lösungen sind entscheidende Themen auf der ISH 2015 in Frankfurt. - © Foto: Karsten Jipp; Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS)

Erstes Partnerland ist Polen. Wegen der jahrzehntelangen deutsch-polnischen Freundschaft, ist nach Auskunft der Messe Frankfurt die Entscheidung zugunsten des östlichen Nachbarn ausgefallen. Unabhängig vom Bestreben der polnischen und der deutschen Regierung nach einer europäischen Energieunion sei Deutschland für polnische Unternehmen außerdem inzwischen der zweitwichtigste Markt.

Die polnischen Hersteller werden durch die Initiative des polnischen Umweltministeriums "GreenEvo" fit gemacht für den internationalen Markt. Die ISH als weltgrößte Sanitär- und Heizungsmesse eigne sich deshalb besonders, ihre nachhaltigen Technologien dem internationalen Publikum zu präsentieren. Insgesamt 2.400 Aussteller aus aller Welt haben sich für die Messe angemeldet. Folgende Themen bilden Schwerpunkte:

ISH Water

Im Bereich ISH Water (Hallen 2, 3, 4, 5 und 6) präsentieren Aussteller designorientierte Badlösungen mit nachhaltiger Technik. Top-Thema ist "Interior + Technology – Design und Funktion im Einklang". Es geht um den effizienten Umgang mit Wasser, Reinigung und Hygiene sowie Speziallösungen für die Bedürfnisse der Benutzer.

ISH Energy

Der Bereich ISH Energy (Hallen 8, 9, 10, 11 und Galleria) widmet sich der Gebäude- und Energietechnik, Erneuerbaren Energien sowie der Kälte-, Klima-und Lüftungstechnik. Bestimmendes Thema ist Energieeffizienz unter anderem im Wärmemarkt und beim Bauen der Zukunft.

Sonderschau "Pop up my Bathroom"

Die Sonderschau "Pop up my Bathroom" präsentiert das ideale Badezimmer aus verschiedenen Perspektiven. Allen gemein ist, dass sich das Bad jeweils den Bedürfnissen der verschiedenen Lebenslagen und Altersgruppen anpasst.

"Investoren durchschauen Aufrechnungstricks beim Handwerkerbonus."

Die DHZ hat beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima nachgefragt, was die Betriebe auf der ISH erwartet. Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer beim ZVSHK, erklärt, welche Themen bestimmend sind und was sich die SHK-Unternehmer unbedingt ansehen sollten.

Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer beim Branchenverband ZVSHK. - © Foto: ZVSHK

DHZ: Was sind die wichtigsten Trends und Techniken, auf die sich die Betriebe einstellen müssen?
Esser: Die ISH ist die Neuheitenmesse unserer Branche. Beim Thema Heizung werden Hybridsysteme und die Kraft-Wärme-Koppelung im Fokus stehen. Für unsere Betriebe ganz besonders wichtig: das anstehende Energielabeling für Heizungen. Bei Sanitär rückt zunehmend das Thema altersgerechte Bäder in das Blickfeld des Interesses. Hier setzen wir als Handwerk sogar selbst die Trends. In einer Sonderschau in Halle 3.0 zeigen wir Ergebnisse unseres gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main durchgeführten Forschungsprojektes "Bad der Zukunft". Darüber hinaus verleihen wir zum zweiten Mal unseren Produkt-Award "Badkomfort für Generationen". Er zeichnet innovative Badprodukte aus, die Anforderungen an das barrierefreie Bauen mit Aspekten von Komfort und Sicherheit verbinden.

DHZ: Badsanierung bietet den Betrieben weiterhin ein großes Umsatzpotenzial. Wohin entwickelt sich der Markt?
Esser: Das barrierefreie Bad erobert kontinuierlich Marktanteile. Und das meint nicht nur den Einbau einer bodenebenen Dusche. Entscheidende Impulse setzt die Bauprophylaxe. Menschen, die im Alter von 40 oder 50 Jahren eine Badrenovierung planen und vornehmen lassen, denken zunehmend daran, die Installation auf eine altersgerechte Nutzung auszurichten – zum Teil verdeckt, zum Teil ganz offen. Design und Funktion bilden keinen Widerspruch mehr, wie unser Produkt-Award belegt.

DHZ: Was tut sich in der Gebäudetechnik und leidet die Branche immer noch unter der politischen Untätigkeit, Stichwort: steuerliche Förderung für Sanierungen?
Esser: Für das laufende Jahr kommt es darauf an, dass die steuerliche Abschreibung auf energetische Sanierungsmaßnahmen kommt. Allerdings müssen dabei auch die Anforderungen an die Abwicklung so gering wie möglich gehalten werden. Aufrechnungstricks – etwa gegen den Handwerkerbonus – durchschauen Investoren und Modernisierer. Sie reagieren dann weiter mit Zurückhaltung in Fragen der energetischen Sanierung. Das darf eben nicht passieren.

DHZ: Was hat denn der Verband auf der Messe zu bieten?
Esser: Wir treten auf der ISH 2015 an mit der Botschaft: „Wir können Zukunft: das SHK-Handwerk“ An den ersten vier Messetagen produzieren wir professionelle TV-Sendungen mit News und Talks rund um alle relevanten Messethemen. An unserem Messestand können die Fachbesucher unmittelbar miterleben, wie solche Sendungen entstehen; alle anderen Interessierten können die Sendungen live im Internet verfolgen und später beliebig oft abrufen. Darüber hinaus bleiben wir natürlich für unsere Handwerker zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Marktunterstützung.

Messebesuch

Fachbesucher
Tageskarte:
17 Euro im Vorverkauf/Online Ticket,
37 Euro im Kassenverkauf
Ermäßigt: 10 Euro nur im Kassenverkauf (Studenten)
Dauerkarte:
46 Euro im Vorverkauf/Online Ticket
80 Euro im Kassenverkauf
Privatbesucher (Publikumstag 14.3.)

Publikumskarte
Am Publikumstag genießen Privatbesucher freien Eintritt.

Öffnungszeiten: 10. bis 13. März: 9 bis 18 Uhr, 14. März: 9 bis 17 Uhr, vom 10. bis 13. März ist die Messe nur Fachbesuchern zugänglich, Publikumstag ist der 14. März.

Messe ISH 2015