Für die deutschen Augenoptiker war das Jahr 2014 recht durchwachsen. Die Zahl der Betriebe ist rückläufig und viele Mittelständler schwanken um die schwarze Null. Trotzdem bezeichnen die meisten Augenoptiker ihre wirtschaftliche Situation als gut.
Die Mehrheit der Augenoptiker blickt positiv in die Zukunft. Über 60 Prozent der Betriebe bewerten ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als gut, beinahe ein Drittel nennt sie immer noch befriedigend. Knapp die Hälfte der Betriebe erwartet für 2015 wieder steigende Umsätze. Und das obwohl das vergangene Jahr recht durchwachsen war. Dies ergab eine Mitgliederbefragung des Zentralverbands der Deutschen Augenoptiker (ZVA).
Umsatzplus von 2,5 Prozent
Laut Angaben des ZVA hat die Branche 2014 ein Umsatzplus von 2,5 Prozent erzielt. Allerdings hat es große Schwankungen über das Jahr hinweg gegeben. "Nach dem erfreulichen Anstieg im Frühjahr und einer Entwicklung in der Mitte des Jahres, die bei den meisten Betriebsinhabern zumindest die gute Laune erhalten konnte, gab es im letzten Vierteljahr 2014 einen herben Rückschlag zu verkraften", so ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod auf der Pressekonferenz zum Auftakt der diesjährigen "Opti" in München.
Auch innerhalb der Branche haben sich die Betriebe unterschiedlich entwickelt. Vor allem die Filialisten sind für das Umsatzplus verantwortlich, während sich der Mittelstand um die schwarze Null herum bewegt. Insgesamt hat die negative Entwicklung der Branche alle Vertriebswege und Betriebsformen zum Jahresende gepackt.
Zahl der Betriebe sinkt weiter
Die Zahl der Betriebe ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Lediglich die Filialketten sind 2014 weiter gewachsen. Die Zahl der Augenoptikerfilialen liegt momentan bei rund 12.000. Genaue Zahlen konnte Truckenbrod jedoch noch nicht nennen.
Gründe für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung liegen für den Verband vor allem an der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung in Deutschland, den Konflikten in Europa und globalen Finanzkrisen. jb
