Evaluierung einzelner Berufe Meisterpflicht: Augenoptiker müssen argumentieren

Die Augenoptiker müssen ihre Meisterpflicht verteidigen. Das fordert die EU-Kommission. Die Gründe für die Beibehaltung hat die Branche.

Die Augenoptiker müssen die Meisterpflicht ihrer Branche verteidigen. Die Gründe dafür müssen sie der EU-Kommission vorlegen. - © Foto: uwimages/Fotolia.com

Die Augenoptiker müssen der Europäischen Kommission bis Ende November 2014 Gründe für die Beibehaltung der Meisterpflicht ihrer Branche darlegen. Das teilt der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) mit. Derzeit versucht die EU-Kommission durch eine Evaluierung der betreffenden Berufe, erneut Argumente gegen eine Meisterpflicht zu sammeln. Das Augenoptiker-Handwerk ist von dieser Evaluierung betroffen.

Augenoptiker haben Gründe für Meisterpflicht

Wie der ZVA weiter mitteilt, gehöre die Augenoptik als Gesundheitshandwerk zu den gefahrengeneigten Handwerksberufen. Auch halte die Branche gute Gründe für die gültige Berufszugangsregelung in der Hand. Der Meisterbrief würde laut ZVA maßgeblich zur Sehversorgung in Deutschland beitragen.

"2013 hat der Bundesgerichtshof den Meisterbrief gestärkt, und vor einigen Monaten hat sich das Bundesverwaltungsgericht ebenfalls klar zu der geltenden Handwerksordnung mit Meisterpflicht bekannt", so ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod.

"Keine Lippenbekenntnisse"

Auch einige deutsche Politiker hätten sich in den vergangenen Wochen für den Meisterbrief stark gemacht. Nach Ansicht von Truckenbrod dürfe es aber nicht bei politischen Lippenbekenntnissen bleiben. Vielmehr sei eine aktive Unterstützung der Bundesregierung notwendig, so der ZVA-Präsident.

In Deutschland und in anderen EU-Ländern gäbe es einen Konsens darüber, dass bei den Gesundheitshandwerken eine Reglementierung sinnvoll sei. Dennoch muss sich der ZVA den Fragen der EU stellen. Unterstützung erhält die Branche vom Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) sowie vom Bundeswirtschaftsministerium. cle