Um reibungslose Abläufe auf Baustellen zu gewährleisten, sind faire Arbeitsbedingungen nötig. Wie Sie Ihre Mitarbeiter langfristig motivieren und Unfälle gering halten.
Das Baugewerbe ist eine der größten Branchen im Handwerk mit vielen Beschäftigten. Damit auf der Baustelle alle die gleichen Arbeitsbedingungen vorfinden, braucht es ein verantwortungsvolles Management. Im Rahmen des von der EU-Kommission unterstützten Projekts "Förderung von Corporate Social Responsibility (CSR) zur Prävention von Menschenhandel", wurde ein Leitfaden veröffentlicht.
Sechs Schritte für faire Arbeitsbedingungen am Bau:
1. Wählen Sie Ihre Geschäftspartner sorgfältig aus
Ihr Unternehmen kann aufgrund von Arbeitsrechtsverletzungen Ihrer Subunternehmer belangt werden, wenn Sie Ihre unternehmerische Sorgfaltspflicht verletzen.
2. Betreiben Sie eine lückenlose Dokumentation der Arbeiter und Monitoring Ihrer Baustellen
Sorgfältige Dokumentation und wiederkehrendes Monitoring Ihrer Baustellen tragen zur Sicherung fairer Arbeitsbedingungen bei, indem auch die Arbeiter von Subunternehmen regelmäßig überprüft werden. Und die Erfahrung von Unternehmen hat gezeigt, dass ein ausgewiesenes, professionelles Monitoring die Anzahl behördlicher Kontrollen und damit Ihren bürokratischen Aufwand reduzieren kann.
3. Sorgen Sie für transparente Abläufe
Entwickeln Sie eine Unternehmenskultur, die das Risiko unfairer und unwürdiger Arbeitsbedingungen minimiert: Keine Duldung von Bestechung von Bauleitern, transparente Abwicklung bei Vergaben und eine zentrale Verwaltung, die über die Auswahl von Leasingfirmen und Subunternehmen entscheidet. All dies hilft, un faire Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen zu vermeiden.
4. Schaffen Sie geeignete Strukturen
Identifizieren Sie eine Abteilung oder Organisationseinheit in Ihrem Unternehmen, die mit der Thematik vertraut ist (z.B. Personalabteilung, CSR-Abteilung, etc.) und die bei Verdacht auf das Vorliegen unfairer Arbeitsbedingungen auf einer Ihrer Baustellen die notwendigen Schritte einleitet. Stellen Sie sicher, dass der betroffenen Person oder Gruppe eine Ansprechperson zur Verfügung steht (z.B. Betriebsrat, Sicherheitsvertrauensperson, etc.).
5. Schärfen Sie das Bewusstsein für faire Arbeitsbedingungen
Überlegen Sie, wie und wo Sie mehr Informationen einholen können und wie Sie diese innerhalb Ihres Unternehmens streuen können. Wenden Sie sich dafür z.B. an Ihre Interessensvertretung, die neu geschaffene Anlaufstelle für nichtdokumentierte Arbeitnehmer, oder spezialisierte Beratungsinstitutionen.
6. Lassen Sie Ihr Unternehmen zertifizieren
Zeigen Sie Engagement für faire Arbeitsbedingungen! Die Beschäftigung mit dem Thema und Sammlung von Daten für eine Zertifizierung schärft das Bewusstsein für komplexe Situationen und Herausforderungen im Zusammenhang mit fairen Arbeitsbedingungen in der Praxis Ihres Unternehmens. Internationale Zertifizierungssysteme wie z.B. SA8000 können den Standard in Ihrem Unternehmen durch regelmäßige Beratungen und Audits unabhängig bescheinigen. meh
