Köln ist nicht nur eine Hautstadt der närrischen Zeit, Köln war für vier Tage auch die Hauptstadt der Dachdecker und Zimmerer. Zur Fachmesse Dach+Holz International kamen rund 47.000 Besucher, um sich über Trends und Neuheiten der Branche zu informieren.

Dachdecker und Zimmerer dämmen Fassaden, decken Dächer oder bauen Häuser aus Holz. Laut Hochrechnungen von Holzbau Deutschland ist der Anteil der Holzbauweise im Jahr 2012 auf 18 Prozent angestiegen. Dabei spielt der Trend zur Dachaufstockung eine wichtige Rolle. Gerade in den Städten ist Wohnraum knapp. Dachaufstockungen und Lösungen aus Holz für so genannte Baulöcher sind daher sehr gefragt. Holzelemente lassen sich besser vorfertigen und sind deutlich preiswerter als Betonteile. Außerdem ist Holz leichter und wirkt sich dadurch weniger auf die Gesamtstatik des Hauses aus.
In diesem Jahr nutzten rund 47.000 Besucher die Chance, ihr Wissen auf der DACH+HOLZ International auf den aktuellen Stand zu bringen. 575 Aussteller aus 27 Ländern zeigten in Köln Neuheiten und Trends. Das Produktangebot umfasste Maschinen, Materialien und Werkzeuge für den Dach- und Holzbau. Zukunftsweisenden Technologien zum nachhaltigen Energiemanagement an Gebäuden, wie Solartechnik und moderne Dämmtechnik, wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. "Die DACH+HOLZ International 2014 hat ihre Rolle als führende europäische Fachmesse für das Holzbau- und Dachdeckerhandwerk bestätigt. Denn sie überzeugte wieder durch hohe Qualität und ein breites Angebot", sagte Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.
Das Angebot der Dach+Holz findet auch international Anerkennung. Nicht nur bei den ausländischen Ausstellern - in diesem Jahr waren 99 Firmen aus 27 Ländern vertreten - lag die Messe hoch im Kurs, sondern auch bei den Fachbesuchern. Am Ende kamen zwölf Prozent der Fachleute nicht aus Deutschland. "Die vielen europäischen Aussteller und Besucher der Messe zeigen uns", so Karl-Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), "dass unser über Jahre hin aufgebautes internationales Netzwerk Früchte trägt.
Die Präsentation der Produkte wurde von einem umfangreichen Rahmenprogramm flankiert. "Besonders freuten mich zwei Dinge: Zum einen, dass unsere große Stop-CO2 Aktion an der 300 Zimmerer und Dachdecker teilnahmen, so gut geklappt hat und bei den lokalen Medien auf große Resonanz stieß", berichtet der Vorsitzende von Holzbau Deutschland Huth. "Zum anderen freute mich, dass das Architekturforum mit über 700 Teilnehmern ein so großes Interesse hervorrief. Das zeigt: Der Holzbau ist bei den Architekten angekommen!"
Quelle: GHM