Das Bier im Mittelpunkt: Nach vier Jahren eröffnet am 16. September in München wieder die internationale Getränkemesse Drinktec. Mit dem Rahmenprogramm wollen die Veranstalter in diesem Jahr wieder mehr kleine Brauereien anlocken – denn auch für handwerklich tätige Betriebe ist die Messe interessant.
Am 16. September 2013 eröffnet nach vier Jahren wieder die Getränke-Messe Drinktec in München. Rund 1.450 Aussteller aus 77 Ländern werden bis 20. September auf fast 85.000 Quadratmeter die Neuheiten und Trends rund um die Getränke- und Liquid Food-Industrie zeigen. Alle zwölf Hallen der Messe München sind belegt und die Veranstalter rechnen mit 60.000 Besuchern aus mehr als 170 Ländern.
Im Mittelpunkt der Messe, die auf ihrem Gebiet als Weltleitmesse gilt, wird 2013 das Thema Bier stehen. Weil in den vergangenen Jahren zunehmend kleine und mittelständische Brauereien der Messe ferngeblieben sind, gibt es in diesem Jahr ein Rahmenprogramm, das wieder mehr kleine Betriebe nach München locken soll. "Die Messe ist trotz ihres internationalen Flairs nicht nur etwas für Großunternehmen", sagt Johannes Manger, Sprecher der Messe München.
Mehr als 1.300 Braustätten in Deutschland
In Deutschland ist die Biernachfrage zwar zuletzt zurückgegangen, doch es gibt immer mehr kleine handwerkliche Brauereien, die Bier-Spezialitäten herstellen. "Obwohl der Bierkonsum hierzuland leider rückgängig ist, ist die Zahl der Brauereien konstant geblieben. Es eröffnen in den vergangenen Jahren immer mehr kleine Gasthofbrauereien", erläutert Hans-Georg Eils, Präsident des Deutschen Brauerbundes. Und die Bundesrepublik ist nach wie vor der größte Bierproduzent Europas: 1.341 Braustätten, von denen die meisten klein- und mittelständisch geprägt sind, produzierten im vergangenen Jahr 94,62 Millionen Hektoliter Bier.
Um das Bier so erfolgreich zu verkaufen, braucht es aber nicht nur die 9.432 handwerklichen Brauer und Mälzer. Auch Behälter- und Apparatebauer, Böttcher sowie Land- und Baumaschinentechniker sind nötig, um den Gerstensaft zu produzieren.
Brauer-Treffpunkt auf der Messe
Der Deutsche Brauerbund sieht die Messe in München auch für kleine Betriebe als wichtige Branchenplattform, und wird daher in München vor Ort sein. "Die Messe ist unter anderem sehr interessant, um ein bisschen über den Tellerrand zu gucken und sich Ideen zu holen", sagt Eils.
Das können Besucher unter anderem an den zwei Brauer-Treffpunkten, an denen sich auch der Bayerische Brauerbund engagiert. Dort haben Brauer die Möglichkeit sich auszutauschen und an Bierverkostungen teilzunehmen.
"European Beer Star" wird geehrt
Am dritten Messetag werden außerdem die Sieger des "European Beer Star" bekanntgegeben und geehrt. Am Wettbewerb nehmen jährlich mehr als 1.500 Brauereien aus aller Welt teil, die sich der traditionellen europäischen Brauart verpflichtet haben. Die zwei erfolgreichsten deutschen Brauereien waren im vergangenen Jahr das Bürgerliche Brauhaus Saalfeld (Thüringen, Märzen und Heller Bock) und die Kronenbrauerei Schimpf (Baden-Württemberg, Hefeweizen Hell). Auch die Weltmeisterschaft der Biersommeliers wird dieses Jahr in München ausgetragen.
Zwar steht die Messe im Zeichen des Bieres, doch sie dreht sich noch um vieles mehr. Besucher können sich unter anderem über Wein, Verpackungen und Abfüllanlagen informieren oder sich Tipps für gutes Marketing holen. sch
