Türkei und China übernehmen Akustikerausbildung Deutsche Hörakustik geht in den Export

Die duale Ausbildung für Hörakustiker soll in China, der Türkei und im mittleren Osten eingeführt werden. Das berichtet die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha). In Zusammenarbeit mit der biha entstehen dort Ausbildungsstätten nach dem Vorbild des Campus Hörakustik in Lübeck.

Zunehmend auch im Ausland gefragt: die deutsche Hörakustikausbildung und das deutsche Versorgungsmodell. - © Foto: Kzenon/Fotolia.com

Der Campus Hörakustik besteht aus der Bundesoffenen Landesberufsschule und der Akademie für Hörgeräte-Akustik und hat im vergangenen Jahr Audiologen aus über 40 Nationen empfangen. Die Akademie schult nach Auskunft der biha die Audiologen auch vor Ort in Lübeck in der Hörsystemversorgung "made in Germany".

Im Rahmen der 12. Botschafterkonferenz des Auswärtigen Amtes hatte die biha die Leiter der deutschen Auslandsvertretungen über ihre internationale Zusammenarbeit informiert. Die deutsche Ausbildung und das deutsche Versorgungssystem seien ein anerkanntes Best-Practice-Modell und ein gefragter Kooperationspartner.

"Wir haben festgestellt, dass eine weltweite Nachfrage nach einer qualitativ hochwertigen Hörakustiker-Ausbildung besteht", sagt Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsfürer der biha. Der Campus richte sich deshalb auf eine weiterhin steigende Nachfrage ein. Vor allem in Asien gebe es noch einen hohen Ausbildungsbedarf. fm