Wer als Autohändler Kredite an Kunden vermittelt, kann sich künftig auch auf diesem Gebiet weiterbilden und als Kreditvermittler zertifizieren lassen. Ziel ist es, Kunden zu zeigen, dass der Autohändler in Finanzierungsfragen mit Fachwissen punkten kann.

Künftig können sich Autohändler in Autohaus und Werkstatt als Kreditvermittler zertifizieren lassen. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Bankenfachverband bieten diese Weiterbildung ab Juli 2013 gemeinsam an. Die Zertifizierung zum Kreditvermittler soll Autokäufern signalisieren, dass der Händler mit den vermittelten Finanzierungen vertraut ist.
Die Weiterbildung umfasst rechtliche Rahmenbedingungen der Kreditvermittlung, zum Beispiel zu Vertragsarten, Abschluss und Durchführung von Kreditverträgen sowie zu Datenschutz, Geldwäscheprävention und Werbung.
Wissen über Kfz-Finanzierungen zeigen
"Kredite sind heute fester Bestandteil des Konsumalltags, insbesondere beim Pkw-Kauf", sagt Peter Wacket, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. So werde inzwischen jeder zweite Euro Umsatz im Kfz-Handel durch finanzierte Fahrzeuge generiert. Die Kreditbanken schulen ihre Kooperationspartner im Autohandel dabei regelmäßig über die gesetzlichen Vorgaben bei der Kreditvermittlung.
"Bei der Vermittlung von Kfz-Finanzierungen gelten hohe Standards", sagt Ulrich Dilchert, ZDK-Geschäftsführer Recht, Steuern, Tarife. "Das entsprechende Know-how im Handel ist vorhanden. Jetzt geht es darum, dies auch zu zeigen."
Eine vergleichbare Zertifizierung gibt es bereits in Großbritannien. Seminaranbieter ist die zum ZDK gehörige Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (TAK). Die Seminare dauern jeweils einen Tag. Für Verbandsmitglieder kostet die Weiterbildung 290 Euro, andere zahlen 450 Euro. Das erste Tagesseminar findet am 2. Juli statt. Weitere Termine werden im Juli auf der Internetseite des TAK veröffentlicht. Wer die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert, erhält eine Urkunde als "Zertifizierter Kreditvermittler". ZDK/dhz