Tarifverhandlungen Baugewerbe Beschäftigte bekommen bis zu vier Prozent mehr Lohn

Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe sind abgeschlossen. Das Ergebnis sieht eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent für die Beschäftigten im Westen und 4,0 Prozent für die Beschäftigten im Osten vor. Die Erhöhung ist nach Aussage des Verhandlungsführers der Arbeitgeber, Frank Dupré, gerade noch verkraftbar. Mit den weiteren Komponenten des Abschlusses habe die Gewerkschaft den Arbeitgebern jedoch viel abverlangt.

Bessere Bezahlung: Die Beschäftigen im Bauhauptgewerbe bekommen ab 1. Mai 2013 mehr Geld. - © Foto: Dmitriy Kalinin/Fotolia.com

Das Ergebnis sieht unter anderem vor, dass der Mindestlohn I in Ost- und Westdeutschland bis zum 1. Januar 2017 bundesweit einheitlich bei 11,30 Euro liegt. Dafür werden die Löhne innerhalb der nächsten vier Jahre in vier Schritten erhöht, der Ost-Mindestlohn jeweils um jeweils 25 Cent bzw. 30 Cent, der West-Mindestlohn um 5 Cent bzw. 10 Cent. Auch die Tariflöhne sollen in den kommenden neun Jahren angeglichen werden.

Arbeitgeber müssen "dicke Kröte" schlucken

Frank Dupré führte die Tarifverhandlungen auf Arbeitgeberseite. - © Foto: ZDB
Tarifverhandlungen Bauhauptgewerbe

"Insbesondere die Arbeitgeber aus den neuen Bundesländern haben durch die Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen, wesentlich zur Vereinheitlichung beigetragen", sagte Frank Dupré, Vizepräsident des ZDB und Verhandlungsführer für die Arbeitgeber. Allerdings sei die gleichzeitig vereinbarte Erhöhung des Mindestlohns II, der nur in den alten Bundesländern gilt, um vier mal 25 Cent auf 14,70 Euro zum 1. Januar 2017 "eine dicke Kröte", die die Arbeitgeber hätten schlucken müssen.

Ebenso vereinbart wurde eine Mitteilungspflicht des Ausbildungsbetriebes gegenüber dem Auszubildenden, nach der dem Lehrling spätestens drei Monate vor Ablauf der Lehrzeit mitgeteilt werden muss, ob er übernommen wird oder nicht. fm