Obwohl das Bauhauptgewerbe, was das Jahr 2013 angeht, grundsätzlich positiv gestimmt ist, war die Auftragslage im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten in der Branche leicht an.

Der Bau-Boom schwächt sich ab. Im Januar 2013 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 1,2 Prozent gesunken. Wie das statistische Bundesamt mitteilt, schrumpfte der Gesamtumsatz im gleichen Zeitraum um 10,8 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.
Wetter schuld an Umsatzeinbruch
Der Hauptverband Deutsche Bauindustrie sieht in der Entwicklung jedoch kein konjunkturelles Problem. "Ursächlich für den Umsatzeinbruch waren vor allem die Witterungsbedingungen", sagte ein Verbandssprecher der Deutschen Handwerks Zeitung . Mit dem Volumen der Auftragseingänge, das in etwa auf Vorjahresniveau liegt, zeigte sich der Verband zufrieden.
Der Auftragsrückgang im Tiefbau fiel mit 0,7 Prozent etwas geringer aus, als im Hochbau. Dort sank die Nachfrage um 1,7 Prozent. Auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lag im Januar 2013 um 13,8 Prozent unter der von 2012.
Obwohl die Aufträge leicht und der Umsatz deutlich eingebrochen sind, stieg die Gesamtbeschäftigung im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent. Damit waren im Januar rund 714.000 Personen in der Branche tätig. dhz