Für das Sanitärhandwerk bietet die Trinkwasserkontrolle einen wachsenden Markt. Die Probenentnahme und die dafür notwendige Installation rücken mit verschärften Hygieneanforderungen in das Blickfeld der Branche.
Frank Muck
Mit der vom Umweltundesamt (UBA) verschärften Trinkwasserverordnung kann sich das Sanitärhandwerk in den kommenden Jahren einen neuen Markt erschließen. Neu ist, dass das Wasserversorgungsnetz ab einer bestimmten Größe wie etwa für Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen regelmäßig auf Legionellen untersucht werden muss. Dazu gehören die Gefahrenanalyse und die Installation entsprechender Stellen zur Wasserprobenentnahme.
Trinkwasser-Installations-Check vom Handwerk
Andreas Müller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Technik beim ZVSHK, weist darauf hin, dass Handwerker nach einer Fortbildung einen Trinkwasser-Installations-Check anbieten können. Das Wassernetz wird dabei unter anderem auf Totstränge oder verwendete Materialien hin untersucht. Die Betriebe führen einen Soll-Ist-Vergleich bei der Installation durch. In einem weiteren Schritt werden Probenahmeventile installiert, die eine regelmäßige Entnahme von Trinkwasser ermöglichen.
Müller empfiehlt eine Veranstaltung des UBA am 9. und 10. April in Dessau. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden bietet das UBA einen Workshop zur Hygiene in der Trinkwasserinstallation an.
Zur Gefährdungsbeurteilung hat das UBA darüberhinaus eine Positivliste mit Werkstoffen erstellt, die bedenkenlos oder aber nur bis zu einem gewissen Grad verwendet werden dürfen. Die Hersteller müssen demnächst Nachweise erbringen, dass die für Armaturen und andere Produkte verwendeten Werkstoffe keine schädlichen Substanzen absetzen.