Wohnungsbauförderung Baubranchen fordern mehr preiswerte Wohnungen

Verbände der Wohnungs- und Baubranchen – darunter der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes – fordern eine stärkere Förderung des Wohnungsbaus in Deutschland. Vor dem Hintergrund einer Studie erklärten die Verbände, die notwendige Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus müsse durch eine Wohnungsbauförderung für mittlere Einkommen ergänzt werden. Laut der Studie müsse man dabei auch neue, unkonventionelle Wege gehen.

Eine Initiative aus Verbänden der Baubranche setzt sich für eine stärkere Förderung preiswerter Wohnungen ein. - © Foto: ArTo/Fotolia.com

Nur mit einer stärkeren Förderung für mittlere Einkommen könne die Wohnungsbaukrise in den Ballungszentren und Wachstumsregionen bewältigt werden. Angesichts drastisch steigender Mieten hätten Normalverdiener dort kaum noch die Chance, eine Wohnung zu vernünftigen Konditionen zu bekommen.

Nach der von den Verbänden in Auftrag gegebenen Studie ist ein Zuwachs an bezahlbaren Wohnungen nur mit einem Bündel von Maßnahmen zu erreichen. Dabei müssten Bund, Länder und Kommunen ihre "wohnungsbaupolitischen Hausaufgaben" machen. Dazu gehöre eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für den Neubau durch den Bund. Ebenso sei eine Vereinfachung und stärkere Regionalisierung der Länder-Förderprogramme notwendig. Auf kommunaler Ebene müsse es schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren geben.

Unternehmen sollen sich für mehr "Betriebswohnungen" engagieren

Darüber hinaus fordert die Studie neue Wege und unkonventionelle Strategien, um mehr Wohnungsbau zu erreichen. Dazu zählt eine Rückkehr zur Idee der "Betriebswohnungen" – also ein stärkeres Engagement von Unternehmen, Wohnraum für ihre Beschäftigten zu bauen. Für die Studie "Strategien für bezahlbares Wohnen in der Stadt" befragten Wissenschaftler vom Berliner Institut RegioKontext Experten von Mietervereinen, Wohnungsunternehmen, Kommunen und Ländern, Wohnungsgenossenschaften sowie Investoren.

Zum "Verbändebündnis Wohnungsbau" gehören der Deutsche Mieterbund, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau. dapd