Elektrotechnik Elektrobetriebe erwarten Eintrübung der Geschäftslage

Noch laufen die Geschäfte gut in den Elektrohandwerken, doch die Betriebe erwarten in den kommenden Monaten eine leichte Eintrübung der Geschäftslage. Das berichtet der Zentralverband der Elektro-und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Noch laufen die Geschäfte der E-Handwerker gut. Doch der Verband erwartet einen Rückgang der guten Umsatzzahlen. - © emel82/Fotolia

Derzeit laufen die Geschäfte nach Auskunft des ZVEH in den E-Handwerken unverändert gut. Noch meldeten die Betriebe stabile Auftragspolster, die abgearbeitet werden müssten. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr seien jedoch etwas eingetrübt.

Die Ergebnisse der Herbstkonjunkturumfrage unter den E-Handwerksunternehmen im Einzelnen: 93 Prozent der befragten E-Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage positiv mit den Noten "befriedigend" (34 %) oder "gut" (59 %). Der Geschäftsklimaindex hat sich im Jahresvergleich auf 76 Punkte verbessert (Herbst 2011: 74 Punkte). Vor allem im Osten der Republik herrsche bessere Stimmung als im Westen.

Betriebe profitieren von immer noch günstiger Wirtschaftslage

Die E-Handwerke profitierten im Vergleich zur Elektro-Industrie von der immer noch günstigen Wirtschaftslage im Land. "Die Verbraucher haben in diesem Sommer wie selten zuvor in ihr Hab und Gut investiert, vor allem indem sie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Auftrag gegeben haben. Das kommt gerade auch den E-Handwerken zugute", sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi.

So berichteten 37 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass der Umsatz im Handwerksbereich im vergangenen Halbjahr gestiegen sei (Herbst 2011: 34 Prozent), im Handelsbereich verzeichneten 15 Prozent (Herbst 2011: zwölf Prozent) ein Umsatzwachstum. "Im Handel dürfte sich im Vorfeld der Europameisterschaft der erhöhte Absatz von TV-Geräten bemerkbar gemacht haben und generell auch die größere Nachfrage nach energieeffizienten Hausgeräten", so Jakobi.

Beschäftigungslage noch unverändert gut

Der Ausblick auf die kommenden sechs Monate ist etwas eingetrübt, der aktuelle Index für diesen Wert hat sich um 0,4 Punkte verringert. Der Anteil der Befragten, die davon ausgehen, dass die Geschäftslage unverändert bleibt, liege im Vergleich zum Herbst 2011 unverändert bei 77 Prozent. Immerhin melden 30 Prozent offene Stellen, 80 Prozent gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus. Dabei falle der Blick in die Zukunft in den Betrieben im Westen etwas optimistischer aus als der in den Unternehmen im Osten.

Erste Anzeichen für eine Abkühlung könne der im Jahresvergleich leicht nachlassende Auftragsbestand von Privathaushalten sein, ebenso hätten die Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft abgenommen. Immer mehr Betriebe melden auch, dass die Aufträge von der öffentlichen Hand rückläufig sind. dhz