Das SHK-Handwerk und die Wohnungswirtschaft sehen bei der Schaffung von altersgerechtem Wohnungsraum Nachholbedarf. Deshalb fordern sie von der Bundesregierung im Haushalt 2013 Finanzmittel von 100 Millionen Euro bereitzustellen, um Deutschland auf die Folgen des demografischen Wandels vorzubereiten.
Handwerk und Wohnungswirtschaft fordern von der Politik, dass das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" in seiner Zuschuss-Variante fortgeführt wird. Dafür müsse die Bundesregierung im Haushalt 2013 wieder 100 Millionen Euro bereitstellen. Denn die Förderung des altersgerechten Umbaus von Häusern und Wohnungen aus bundesfinanzierten Zuschüssen sei zum Jahresende 2011 ersatzlos gestrichen worden. Immobilienbesitzer, die Modernisierungsmaßnahmen durchführen wollen, könnten daher nur noch günstige Kredite bekommen.
Finanzielle Anreize fehlen
"Es fehlen aktuell entscheidende finanzielle Anreize für den altersgerechten Wohnungsumbau", argumentieren die Branchenverbände. Denn Darlehen bildeten vor allem einen finanziellen Anreiz für Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen. Gerade für Senioren jenseits der Rentengrenze sei aber ein Zuschuss für barrierearme Umbaumaßnahmen besser geeignet.
Altersgerechter Wohnraum fehlt
In Deutschland sehen SHK-Handwerk und Wohnungsbau großen Nachholbedarf bei der Schaffung von barrierearmen Wohnraum. Denn bisher seien nur 1,5 Prozent aller Wohnungen barrierearm. Aufgrund des demografischen Wandels wird 2030 jeder Dritte in Deutschland älter als 65 Jahre alt sein. Auf die Folgen könnten sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon jetzt vorbereiten. "Die rechtzeitige Schaffung von altersgerechtem Wohnraum ist hierbei eine der dringlichsten Aufgaben", so die Branchenverbände. dhz
