Peter Becker wurde bei der Mitgliederversammlung des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks am Dienstag in Hamburg einstimmig in seinem Amt als Präsident bestätigt. Damit wurde Becker, der seit dem Jahr 2000 Präsident ist, zum vierten Mal wiedergewählt.

Aufgrund des satzungsgemäßen Ausscheidens von Vizepräsident Heinrich Traublinger nach 20 Jahren Amtszeit, stand auch die Wahl eines neuen Präsidiumsmitglieds auf dem Programm. Die Entscheidung fiel einstimmig auf Karl-Heinz Hoffmann aus Bayern. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden Michael Wippler (Sachsen) und Wolfgang Schäfer (Hessen) zu Vizepräsidenten sowie Heribert Kamm (Westfalen-Lippe) als weiteres Präsidiumsmitglied gewählt.
Heinrich Traublinger zum Ehrenmitglied ernannt
Heinrich Traublinger wurde für "sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Zentralverband und seine herausragenden Leistungen und Verdienste für das deutsche Bäckerhandwerk" zum Ehrenmitglied ernannt. "Heinrich Traublinger kann auf eine beispiellose Karriere im Bäckerhandwerk zurückblicken. 1961 als Bundessieger im Bäckerhandwerk erstmalig in Erscheinung getreten, verlässt er die große Bühne als langjähriger Vizepräsident unseres Zentralverbandes, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und der Bayrischen Verfassungsmedaille in Gold. Wie viel mehr kann ein Mann erreichen?", sagte Peter Becker.
Becker sprach sich gegen die Nutzung von Ackerland zur Energiegewinnung und die Spekulation mit Getreide an den Börsen aus. Außerdem kritisierte er die in einzelnen Bundesländern eingeführten Regelungen zum Hygienebarometer, die es Kontrollbehörden erlauben, Ergebnisse von Überprüfungen sofort online zu veröffentlichen. Gert Lindemann, niedersächsischer Verbraucherschutzminister begrüßte das Hygienebarometer. Dabei stieß er auf energischen Gegenwind von Peter Becker: "Auf Basis dieser Regelungen stellen Behörden betroffene Betriebe im Internet an einen Pranger, ohne dass vorher eine ausreichende, den rechtsstaatlichen Ansprüchen genügende Prüfung stattgefunden hat. Damit wird der Willkür Tür und Tor geöffnet." dhz