Spa-Francorchamps ist als Austragungsort der Formel 1 bekannt. Im Moment dreht sich auf der legendären Rennstrecke aber alles um die Frage, wer der beste Junghandwerker Europas ist. Am Start sind auch 17 Teilnehmer aus Deutschland. Erste Impressionen von den Wettkämpfen
Alle zwei Jahre kämpfen junge Berufstätige aus ganz Europa um den Euromeistertitel. In Spa treten vom 4. bis 6. Oktober 450 Berufstätige aus 23 Ländern gegeneinander an. Die jungen Berufstätigen haben die Chance ihr Können vor einer internationalen Jury in 34 Disziplinen unter Beweis zu stellen.
Für das deutsche Handwerk gehen 17 Junghandwerker ins Rennen. Mit Nachwuchskräften aus dem Straßenbau, der Mechatronik, der Elektrotechnik, dem Maurerhandwerk und dem Handwerk für Sanitär, Heizung und Klima ist ein breites Spektrum an Gewerken vertreten.
Fast wie bei Olympia
Die Eröffnungsgala der Berufseuropameisterschaften erinnerte fast ein bisschen an die Olympischen Spiele. Die Teams zogen gemeinsam in die Halle ein. Das deutsche Team führte Kadir Uzunsakologlu aus Tübingen mit der Fahne an. Der 23-jährige ist Stuckateur aus Leidenschaft. "Mein Beruf verbindet kreatives Design mit dem Blick fürs technisch Machbare", findet Uzunsakologlu. Bei seiner täglichen Arbeit restauriert er Ornamente in denkmalgeschützten Häusern oder zieht Trockenbauwände in Schulen, Einfamilienhäuser und Gewerbeobjekte ein. Bei den EuroSkills will er zusammen mit Andreas Schenk im Kampf um Gold antreten.
Die Jury vom Können überzeugen
Eine der begehrten Medaillen möchte auch Sebastian Wichern ergattern. Der Maurer aus Niedersachsen bereitet sich schon seit Wochen intensiv auf den Wettbewerb vor. Die Jury möchte er in Spa mit einer vier Meter langen Mauer von seinen handwerklichen Fähigkeiten überzeugen. Darin wird er unter anderem Vorsprünge, Nischen und eine runde Öffnung einbauen.
Der Elektroinstallateur Markus Müller wird zusammen mit zwei Junghandwerkern aus den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik eine Wohnrauminstallation erstellen. "Mein Part ist es, verschieden Lichtstimmungen zu erzeugen und diese elektronisch zu steuern", sagt der 22-Jährige aus Westfalen.
Alle deutschen Teilnehmer in der Übersicht:
- Kadir Uzunsakaloglu, Stuckateur aus Tübingen,
- Markus Müller, Elektroinstallateur aus Kierspe
- Sebastion Wichern, Maurer aus Ahlerstedt
- Simon Stock, Anlagenmechaniker SHK aus Hirschfeld
- Markus Dietrich, Mechatroniker für Kältetechnik ausRoßwein
- Andreas Schenk, Stuckateur aus Ehingen-Altbierlingen
- Niklas Maas, Maler und Lackierer aus Niederstadtfeld
- Sebastian Full, Straßenbauer aus Altbessingen
- Robin Berger, Straßenbauer aus Pockau
- Björn Bohmfalk, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger aus Großefehn
- Christian Uetz, Klempner aus St. Peter
- Christian Killer, Parkettleger aus Pocking
- Daniel Hartmann, Kfz- Mechatroniker aus Bad Essen
- Philip Weber, Zweiradmechaniker aus Bindlach
- Erhard Hörmann, Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik aus Walpertskirchen
- Steven Allerkamp, Gebäudereiniger aus Wendeburg
- Sebastian Riegger, Gebäudereiniger aus Kassel
Wer es bei den Berufseuropameisterschaften in Spa auf das Siegertreppchen schafft, steht am 6. Oktober fest. Bis dahin haben die Teilnehmer aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen und Industrie die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. dhz
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