Forsa-Umfrage Deutsche loben ihre Handwerker - aber auch selbst ist der Mann

Die Deutschen vertrauen dem Handwerk. Sie sind sogar sehr zufrieden mit der Zunft. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse aus einer repräsentativen Umfrage unter den Bundesbürgern. Bei vielen Tätigkeiten greifen die Deutschen aber auch selbst zu Hammer und Nagel. Bei der Suche nach einem geeigneten Fachmann, so die Umfrageergebnisse weiter, vertrauen zum Beispiel sehr viele auf den Rat von Freunden und Bekannten.

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Die Forsa-Umfrage "Gewusst wie – Profi beauftragen oder selber machen?", die im Auftrag von Gelbe Seiten Marketing durchgeführt wurde, ergibt ein klares Meinungsbild der deutschen Bevölkerung über die Tatkraft ihres heimischen Handwerks. Pünktlich zum „Tag des Handwerks“ am 15. September 2012 kann sich Branche durch die Bank über gute Benotungen freuen.

Es gibt keine "Ausreißer" nach unten. Egal ob es um die Reparatur des Autos, Sanitär- oder Bauarbeiten geht: Die Qualität des Handwerks stimmt. Besonders positiv heben die Befragten dabei das freundliche Auftreten (Schulnote 1,9), die Erreichbarkeit (2,1) sowie die Qualität der geleisteten Arbeit (2,0) der Handwerker hervor.

Heimwerkerfront ungebrochen stark

Neben der Zufriedenheit mit dem Handwerk untersuchten die Meinungsforscher auch die Frage, welche Arbeiten die Deutschen lieber selbst in die Hand nehmen und wofür Sie fachmännische Hilfe anfordern. So greifen etwa 50 Prozent der Haushalte bei Reparaturen selbst in den Werkzeugkoffer. Bei leichten Bau- und Sanitärarbeiten entdecken stolze 82 Prozent der Befragten den Geist des Hobbyhandwerkers in sich.

Nur bei Elektroarbeiten stehen sie weniger unter Strom. Ohne Hilfe vom Experten trauen sich nur 16 Prozent der Haushalte selbst an Kabelstränge und Stecker.

Guter Rat ist nicht teuer

Bei der Suche nach einem geeigneten Fachmann lassen sich 86 Prozent der deutschen Haushalte vorab von Freunden und Bekannten beraten. Zusätzlich geben 59 Prozent der Befragten an (Mehrfachnennungen möglich), in einem gedruckten oder digitalen Branchenverzeichnis zu suchen. Nicht einmal ein Viertel der Hilfesuchenden versucht sein Glück über Suchmaschinen wie Google. dpad/fl