Dass viele Firmen aus männerdominierten Branche zu wenig auf die Bedürfnisse von Frauen eingehen, legt das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid nahe. Demnach wünscht sich die Mehrheit der befragten Frauen zum Beispiel in Kfz-Werkstätten eine ausführlichere Beratung und eine angenehmere Atmosphäre.

Im Fokus der Umfrage stand vor allen Dingen die Betreuung in Kfz-Werkstätten. Weibliche Kunden sind dort ein zunehmend wichtiger Faktor, denn laut Umfrage kümmern sich 52 Prozent der befragten Autofahrerinnen selbt um den Werkstattbesuch. Als Bedingung für ein "gutes Werkstatterlebnis" nannten die Frauen Transparenz bei den Kosten (91 Prozent), kurzfristige Terminvergabe und -einhaltung (81 Prozent ) und das Verstehen der Reparatur- und Wartungsarbeiten (77 Prozent). Auch das Angebot eines frauenfreundlichen Wartebereichs mit Frauenzeitschriften, Internetterminal und Getränkeangebot steht laut Studie hoch im Kurs.
Besuch in der Autowerkstatt bei Frauen eher unbeliebt
Noch immer werde ein Besuch in der Autowerkstatt als unbeliebte Erledigung gesehen, so die Studie. Die Liste der Verrichtungen wird von technisch beziehungsweise männerdominierten Tätigkeiten angeführt. An sechster Stelle steht dabei der Werkstattbesuch, gefolgt vom Gespräch mit einem Handwerker. Ein Ergebnis der Befragung ist, dass etwa 20 bis 25 Prozent der Frauen einen Werkstattbesuch mit unangenehmen Erfahrungen verbinden. Etwa ein Viertel der Befragten sei zumindest ab und zu herablassend behandelt worden. Immerhin rund 18 Prozent hatten das Gefühl, ab und zu oder auch häufiger bewusst getäuscht worden zu sein, nur weil sie weiblich sind.
Für die von der Firma "Carglass" beauftragte repräsentative Umfrage wurden 1.001 Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. fm